Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 8

29.03.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Basiskonzepte für Backup und Recovery
Basiskonzepte für Backup und Recovery

Unabhängig von der jeweiligen Implementierung ist die Bedeutung eines Backups von unternehmenskritischen Daten unbestritten. Zu den klassischen drei Business-Faktoren Mensch, Boden und Kapital hat sich in den letzten Jahren ein weiterer Faktor geradezu aufgedrängt: der Faktor Information. Informationen sind die Lebensader jedes Unternehmens und die IT ist dazu da, den Bestand und die Weiterentwicklung dieser Lebensader zu sichern und zu unterstützen.

Ein Backup ist eine Datenkopie an einem, je nach Implementierung, lokalen oder entfernten Ort. Eine solche Datenkopie schützt vor dem totalen Verlust bei menschlichen Fehlern, Hardware-Fehlern, Virusinfektionen und totalem Verlust einer Lokation. Ein gut durchdachtes Backup-Konzept ist eine persönliche Versicherung für den Fortbestand der Arbeitsfähigkeit und somit im Extremfall für den Fortbestand eines gesamten Unternehmens.

Platten- vs. Bandtechnologie im Backup-Umfeld

Eine Platte bietet direkten Zugriff und Vorteile beim Single File Restore und Filesystem Restore. Ebenso bietet sich die Möglichkeit mit „multiple Streams“ auf der Platte zu arbeiten, um so die Backup-Zeitfenster zu reduzieren. Platten haben aber ebenso Nachteile! Sie bieten keinen Vorteil bei großen File Backups oder Full Image Backups (hier ist das Tape meistens wesentlich schneller). Platten können nicht bewegt, also nicht als bewegliche Datenträger eingesetzt werden, sie benötigen Strom und kosten bei entsprechend hohen Kapazitäten mehr als Tape-Lösungen.

Auch stellt sich die fundamentale Frage, welche Plattentypen setzt man für das Backup ein? Sollen es ATA-, SATA-, FATA-, SAS- oder FC-Platten sein? Was ist das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis in Relation zur Zuverlässigkeit und Sicherheit?

Tapes dagegen sind sequentielle „Streaming Devices“ und heute in der Datenrate meistens schneller als Platten. Deshalb ist es in der Regel performanter, große Files oder große Datenbanken direkt auf native Tapes wegzusichern. Tapes sind „on Demand“, skalieren also in Performance und Kapazität, indem einer Tape Library entweder zusätzliche Laufwerke oder zusätzliche Kassetten zugeführt werden.

Tapes lassen sich verlagern

Tapes sind austauschbare Datenträger, das heißt, sie können in Sicherheitsräumen ausgelagert oder zwischen unterschiedlichen Lokationen ausgetauscht werden. Tapes benötigen keinen Strom, wenn sie einmal beschrieben sind und sind wesentlich länger haltbar (LTO als ECMA-Standard bis zu 30 Jahre). Neben überschreibbaren Kassetten stehen heute nahezu in allen Tape-Technologien auch WORM-Bänder (Write Once read Many) zur Verfügung, die sich besonders im Umfeld der Langzeitarchivierung einsetzen lassen.

Weiter mit: Welche Alternativen stehen für ein sicheres Backup zur Verfügung?

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