Interview mit Gytis Barzdukas, Director Product Management bei Mozy

„2012 wird eine neue Generation von Recovery und Restore Services entstehen“

| Autor / Redakteur: Ulrike Wiedenfels / Nico Litzel

Gytis Barzdukas, Director Product Management bei Mozy
Gytis Barzdukas, Director Product Management bei Mozy

Gytis Barzdukas, Director Product Management bei der EMC-Tochter Mozy, ist davon überzeugt, dass Backup- und Restore Services vor einem Wandel stehen und zu „Recovery-as-a-Service“ verschmelzen werden.

Storage-Insider.de: In welche Richtung werden sich Ihrer Meinung nach Recovery und Restore Services dieses Jahr entwickeln?

Barzdukas: Bisher werden Recovery-Dienste von Dienstleistern zumeist in zwei Gattungen aufgeteilt. Erstens: Die Anbieter von Disaster-Recovery-Diensten bieten Zugang zu duplizierten Systemen und Replikationen virtueller Maschinen. Und zweitens: Die Anbieter von Backup-Diensten liefern Replikate angefallener Daten.

Ich bin überzeugt, dass diese beiden Backup- und Restore-Services in Zukunft in der Cloud miteinander verschmelzen werden, sodass wir dann über Recovery-as-a-Service, kurz RaaS, sprechen werden. Damit können sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen eine Datensicherung durchführen, die es ihnen erlaubt, ein dupliziertes, virtuelles Bild ihres Computers direkt aus der Cloud zu starten. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass bis zum Jahr 2014 rund 30 Prozent aller mittelständischen Firmen auf RaaS-Lösungen zurückgreifen werden.

Welche Techniken kommen bei RaaS zum Einsatz?

Barzdukas: Bei RaaS kommt eine Kombination von Technologien zum Tragen, die sich bereits separat bewährt haben. Beispielsweise erstellt VMware eine Kopie eines Computers, die exakt so aussieht, wie wenn sie auf dem Original-Rechner läuft. Mozy liefert dazu einen Spiegel der Daten, die auf diesem Computer gespeichert sind. Kombiniert ergibt sich dadurch die Möglichkeit, jeden beliebigen Computer in den eigenen Rechner zu verwandeln.

Stellt man sich das für ein Großunternehmen vor, so müssen dafür doch Unmengen an Informationen vorgehalten und gespeichert werden.

Barzdukas: Ja, bisher war es so, dass sich die meisten Privatpersonen und Unternehmen dafür entschieden haben, ein Online-Backup sämtlicher Daten vorzunehmen. Ich denke jedoch, dass wir 2012 sehen werden, dass sich der Trend weg von einer vollständigen Datensicherung hin zu einem selektiven Backup entwickeln wird. Darunter verstehe ich eine Speicherung ausgewählter Dateien in ihrer jeweils aktuellsten Version. Das wird die Menge an Informationen, für die ein Backup erstellt wird, reduzieren.

Ergänzendes zum Thema
 
Recovery-as-a-Service

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