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Starkes Jahr für Chip-Hersteller 22,7 Prozent Umsatzzuwachs im Halbleitermarkt

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Gemäß vorläufiger Zahlen des US-amerikanischen Analystenhauses Gartner nahmen die mit dem Verkauf von Halbleitern weltweit erzielten Umsätze im vergangenen Jahr deutlich zu. Den größten Anteil stellte der Markt für Speicherchips, der 31 Prozent des Gesamtvolumens ausmachte.

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Die Hersteller von Halbleitern dürfen sich über das gute Ergebnis im Jahr 2017 freuen - die weltweiten Erlöse stiegen um 22,2 Prozent auf knapp 420 Milliarden US-Dollar an.
Die Hersteller von Halbleitern dürfen sich über das gute Ergebnis im Jahr 2017 freuen - die weltweiten Erlöse stiegen um 22,2 Prozent auf knapp 420 Milliarden US-Dollar an.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

419,7 Milliarden US-Dollar erwirtschafteten die Halbleiterhersteller im abgelaufenen Jahr. Dies entspricht gegenüber 2016 einem Anstieg in Höhe von 22,2 Prozent. Das gute Ergebnis sei unter anderem durch das knappe Angebot an Speicherchips bedingt. Die dadurch anziehenden Preise trugen zu einem Umsatzwachstum in Höhe von 64 Prozent bei, so die Analysten.

Samsung stößt Intel vom Thron

Die zehn größten Halbleiterhersteller und die von ihnen verbuchten Umsätze im Überblick.
Die zehn größten Halbleiterhersteller und die von ihnen verbuchten Umsätze im Überblick.
(Bild: Gartner)

Die Umsatzsteigerung speziell im Speichermarkt bedeutete auch einen Führungswechsel unter den größten Halbleiteranbietern weltweit.

„Samsung Electronics, der größte Speicheranbieter, verbuchte für sich den größten Marktanteil und übernahm die Spitzenposition – zum ersten Mal seit 1992 wurde Intel überholt“, betont Andrew Norwood, Research Vice President bei Gartner. „Speicher machte 2017 mehr als zwei Drittel des gesamten Halbleiter-Umsatzwachstums aus und gehört damit zur größten Halbleiter-Kategorie“, so Norwood.

Speicherengpass beschert Umsatzplus

Der Hauptgrund für den boomenden Speicherumsatz waren höhere Preise aufgrund eines Versorgungsengpasses. Die NAND-Flash-Preise stiegen Jahr für Jahr und erreichten zum ersten Mal einen Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die DRAM-Preise um 44 Prozent zunahmen.

Die Equipment-Firmen konnten diese Preiserhöhungen nicht abfangen und übertrugen sie an die Verbraucher, so dass 2017 alles von PCs über Smartphones teurer wurde. Es wird erwartet, dass diese Teuerung erst im dritten Quartal 2018 rückläufig wird.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal Elektronik Praxis übernommen.

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