Force10 Open Cloud Networking – Offene Produkte und Lösungen für skalierbare Rechenzentren

32 Mal 40GbE oder 128 Mal 10 GbE für 175.000 Dollar Listenpreis

13.05.2011 | Redakteur: Andreas Donner

Mit Open Cloud Networking will Force10 im Core- und Top-of-the-Rack-Switching-Bereich die RZ-Netzwerkstrukturen revolutionieren
Mit Open Cloud Networking will Force10 im Core- und Top-of-the-Rack-Switching-Bereich die RZ-Netzwerkstrukturen revolutionieren

Mit Open Cloud Networking (OCN) will Force10 die Basis für eine kooperative Zusammenarbeit von Infrastrukturherstellern schaffen und so die nahtlose Interoperabilität für offene skalier- und automatisierbare Hochleistungslösungen in Rechenzentren ermöglichen. Force10 Networks selbst steuert dem Programm eine Reihe von preis-aggressiven Core-Switches für zentralisierte und verteilte Infrastrukturen, einen Top of the Rack Switch (ToR) sowie Software mit speziellen Automatisierungsfunktionen für das Netzwerk- und Gerätemanagement in Rechenzentren bei.

Rechenzentren haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt – dies reicht vom Latenz-sensitiven Banken-Rechenzentrum für Trading-Anwendungen über Durchsatz-intensive Video-Fokussierung von Streaming-Zentren wie YouTube & Co. bis hin zu Anfrage-intensiven Rchenzentren sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing und anderen. Rechenzentrumsbetreiber suchen für ihre unterschiedlichen Architekturen daher nun individuell passende Lösungen, die dennoch übergreifend keine Kompromisse bei der Leistung machen und niedrige Kosten gewährleisten.

Bei Force10 Networks ist man davon überzeugt, dass es für all die genannten unterschiedlichen Anforderungen keine alleingültigen Produkte und Lösungen gibt, sondern dass hier jedem erdenklichen Spezialfall auch mit einer speziellen Lösung begegnet werden muss. Über das OCN-Framework sollen daher spezialisierte Lösungen für Cloud-Infrastrukturen sowie konventionelle virtualisierte oder nicht virtualisierte Rechenzentren bereitgestellt werden. Diese Lösungen sind dabei so offen, dass eine Festlegung auf einen oder wenige Hersteller nicht notwendig ist. Im Gegenteil, OCN soll es erlauben, dass eine optimal passende Lösung aus einem großen Ökosystem unterschiedlichster Partner individuell zusammengestellt werden kann – allerdings bietet natürlich auch Force10 hier zahlreiche Produkte an.

Die ersten neuen Produkte für das OCN-Framework weisen eine hohe Portdichte und hohe Leistungswerte auf. Sie sind flexibel ausgelegt, sodass die Architektur eines Rechenzentrums in den Bereichen des zentralen Netzwerks und am ToR nach den individuellen Erfordernissen gestaltet werden kann. Die Optionen zur weitreichenden Automatisierung sollen dabei eine deutliche Arbeitsentlastung sowie niedrigere Fehlerraten gewährleisten und so zur Senkung der Gesamtbetriebskosten beitragen.

Die neuen Force10-Produkte für das OCN-Framework im Überblick:

  • Der Core-Switch Z9000 für verteilte Infrastrukturen im 2RU-Formfaktor ist sehr kompakt und mit extremer Portdichte ausgestatt. Der skalierbare Switch bringt eine Switching-Kapazität von 2,5 Tbit/s mit und braucht laut Force10 gegenüber Konkurrenzprodukten lediglich ein Zehntel des Platzbedarfs und ein Zwanzigstel der Energieaufnahme – und das zu einem Fünftel des Preises.
  • Der in einem Half-Rack-Gehäuse untergebrachte Switch Z9512 für Rechenzentren mit zentralisierter Infrastruktur stellt eine Switching-Kapazität von 9,6 Tbit/s bereit.
  • Der Open-Cloud-Switch S7000 der S-Series repräsentiert einen neuen Node-Typ am Top-of-Rack, der Funktionen für das Switching sowie die Datenübertragung von Speichereinheiten und Applikationen kombiniert.
  • Neue Features wie TRILL (Transparent Interconnection of Lots of Links), DCB (Data Center Bridging), EVB (Ethernet Virtual Bridging) und VEPA (Virtual Ethernet Port Aggregation) erweitern die Funktionalität des modularen Betriebssystems Force10 Operating System (FTOS).

Z-Series Zettascale-Core-Switches

Die ZettaScale-Core-Switches der Z-Series sind für den Einsatz im Kernbereich von Rechenzentrumsnetzwerken ausgelegt –je nach Modell eignen sich die Geräte für zentralisierte oder verteilte Infrastrukturen.

Der Core-Switch Z9000 für verteilte Infrastrukturen ist einer der kompaktesten und mit der höchsten Portdichte ausgestatteten Lösungen auf dem Markt. Der Preis des hochskalierbaren und leistungsfähigen Switches im Ultra-kompakten USFF-Gehäuse liegt laut Force10 nur bei rund einem Fünftel des Preises konkurrierender Produkte.

Für Rechenzentren mit zentralisierter Infrastruktur ist der kompakte, in einem Half-Rack-Gehäuse untergebrachte Switch Z9512 ausgelegt. Mit seiner hohen Port-Dichte und einer Switching-Kapazität von 9,6 Tbit/s stellt er genügend Leistung auch für große Rechenzentren bereit.

Z9000: für offene und verteilte Rechenzentren

Ein aktueller Trend führt derzeit zu geografisch verteilten Rechenzentren für das Cloud-Computing. Diesen Entwicklungen wird der Z9000 gerecht.

Bei einer Switching-Kapazität von 2,5 Tbit/s bietet der 10/40-GbE-Switch Z9000 ein hohes Maß an Leistung und bringt zudem hohe Skalierbarkeit. Der Switch wurde speziell für einen Einsatz in „Leaf and Spine“-Architekturen entwickelt, da er sich für verteilte Architekturen frei von 2 bis 160 Terabit skalieren lässt und Latenzzeiten bis maximal 3 Mikrosekunden aufweist. Mit einer Leistungsaufnahme von 800 Watt benötigt der Z9000 laut Force10 nur rund ein Zwanzigstel der Energie vergleichbarer Switches.

In einer verteilten Architektur erlaubt der Z9000 echtes „Plug and Play“ – jeder der Switches kann damit außer Betrieb genommen werden, ohne die Funktionalität des gesamten Netzwerks zu beeinflussen.

Z9512

Für konventionelle Rechenzentren ist der neue Chassis-basierte Switch Z9512 mit dem Formfaktor 19RU konzipiert. Er bietet 480 10-GbE-Ports, 96 40-GbE-Ports und 48 100-GbE-Ports – non-blocking. Mit einer gesamten Switching-Kapazität von 9,6 Tbit/s bei 400 Gbit/s pro Slot, Sub-5 Mikrosekunden Latenz sowie einem 8-Gigabyte-Paktetpuffer für jede der zwölf Line-Cards weist der Z9512 Leistungshöchstwerte vergleichbarer zentralisierten Core-Switches auf.

Z9000 und Z9512 setzen wie die anderen Switches von Force10 Networks das modular aufgebaute Betriebssystem FTOS (Force10 Operating System) ein, das bei hoher Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit umfangreiche Funktionen für die Protokolle Ethernet, IPv4, IPv6 und MPLS bietet. Zudem unterstützen die beiden neuen Switches das Force10 Open Automation and Virtualization Framework, das Funktionen für automatisiertes Provisioning sowie Scripting aufweist und es den Switches erlaubt, direkt mit virtuellen Maschinen innerhalb virtualisierter Server zu kommunizieren.

Preise und Verfügbarkeit

Der Listenpreis für den Z9000 liegt bei 175.000 US-Dollar, die Auslieferung startet im Juli 2011. Der Switch Z9512 wird in der zweiten Jahreshälfte 2011 erhältlich sein, sein Preis ist abhängig von der gewählten Konfiguration.

weiter mit: 3-in-1-Lösung für mehr Konvergenz in Rechenzentren kombiniert Switching, SAN und Applikationsausführung

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