Nimbus Data füllt Lücke zwischen NVMe und HDD im Rack

3,5-Zoll-SDD mit 100 TByte 3D-NAND

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Rainer Graefen

Die ExaDrive Series soll eine neue Geräteklasse skalierbarer SSDs begründen.
Die ExaDrive Series soll eine neue Geräteklasse skalierbarer SSDs begründen. (Bild: Nimbus Data)

Mit dem ExaDrive DC100 präsentiert Nimbus Data ein SSD-Laufwerk für Server, das den Wettbewerb in nahezu allen Belangen schlagen soll – vor allem in Sachen Kapazität: Der Hersteller packt bis zu 100 TByte Speicherplatz in ein 3,5-Zoll-Gehäuse.

Bis zu 100 Terabyte Flashspeicher packt Nimbus Data (Nimbus) jetzt in ein Gehäuse, das dem einer klassischen 3,5-Zoll-Festplatte entpricht. Verglichen zum Wettbewerb soll das für Serveranwendungen und dicht gepackte Racks gedachte Laufwerk dreimal mehr Kapazität liefern, 85 Prozent weniger Energie pro TByte verbrauchen und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren 42 Prozent preisgünstiger sein.

Für die ExaDrives der DC Serie setzt der Hersteller auf eine eigene Multiprozessor-Architektur sowie 3D-NAND. Der Hersteller positioniert das Laufwerk als neue Geräteklasse „skalierbarer SSDs“ für Tier 2, die zwischen NVMe und Nearline-HDD eingesetzt werden soll. Statt auf rekordverdächtige Performance richtet Nimbus das Augenmerk dabei auf hohe Kapazität, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit.

Dem entsprechend fallen die Transferraten der Laufwerke vergleichsweise bescheiden aus: Der Datendurchsatz liegt lesend wie schreibend bei 500 MByte/s, der durchschnittliche IOPS-Wert bei 100.000. Den Energiebedarf beziffert Nimbus Data dafür mit lediglich 0,1 Watt pro TByte – auf das Modell mit 100 TByte hochgerechnet entspricht das zehn Watt.

Im Laufwerk verbaute Kondensatoren sollen Daten während plötzlicher Stromausfälle schützen. Überdies wirbt der Anbieter mit Verschlüsselung, ECC-Prozessoren und einer Funktion zur sicheren Datenlöschung.

Mit seinen Leistungswerten empfehle sich das Flash-Laufwerk für ein weites Feld an Anwendungen, sagt Nimbus und nennt neben Big Data und maschinellem Lernen auch Rich Content und Cloud-Infrastrukturen.

Auf dem OCP U.S. Summit hat der Hersteller am 20. und 21. März in San Jose zudem demonstriert, wie gut das „Plug-and-Play“-fähige 3,5-Zoll-Laufwerk mit Systemen nach Spezifikation des Open Compute Project zusammenarbeitet. Demnach passen 45 ExaDrives in ein Rack mit zwei OpenCompute-Höheneinheiten (OU) und liefern als JBOD konfiguriert viereinhalb PByte an Kapazität.

Nimbus bietet das ExaDrive DC100 mit einer Garantie von einer fünf Jahren an und beschränkt diese nicht auf eine bestimmte Zahl von Schreibzugriffen. Neben dem 100-TByte-Modell soll auch ein Laufwerk mit 50 TByte angeboten werden. Ausgewählte Kunden beliefert Nimbus Data bereits mit Samples der ExaDrive DC Serie. Allgemein verfügbar sollen die Geräte dann im Sommer sein.

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