Multidimensionale Flexibilität von Speichersystemen

3Par, Isilon und IBM sind die Vorreiter einer adaptiven Speicherzukunft

18.09.2009 | Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Rainer Graefen

Eine Speichermatrix muss unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.
Eine Speichermatrix muss unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.

Wohin steuert die Speichertechnik? Sind externe Storage-Controller, Storage-Cluster oder modulare, vermaschte Speicherknoten die Zukunft? Der folgende Artikel stellt drei Produkte von 3Par, Isilon und IBM vor, die sich in den entscheidenden Funktionen auf die wechselnden Bedürfnisse eines Storage-Administrators parametrisieren lassen.

Man kann, wie es IDC in seiner Studie „The Diverse and Exploding Digital Universe“ tut, die weltweit installierte Speicherkapazität von aktuell 487 Milliarden Gigabyte, etwa 250 Millionen zwei Terabyte Festplatten, errechnen und unbedarfte Leser damit erschrecken. Für die Realität eines Storage-Administrators hat das gigantische Datenwachstum allerdings wenig Bedeutung.

Bedeutung hat jedoch die Frage, wie sich bei wachsenden Datenbeständen die Datenintegrität, Leistungsfähigkeit und Bandbreite von Speichersystemen sicherstellen lässt. Diese Herausforderung treibt viele Storage-Hersteller um, die die bisherige Highend-Technik externer Speicher-Controller am Ende wähnen.

Modulare Speicherkonzepte, die ähnlich wie Supercomputer mit vermaschten Prozessoren arbeiten, werden als das Nonplusultra angepriesen und sollen die notwendige mehrdimensionale Flexibilität bringen.

3Par setzt auf proprietäre Hardware

3Par sieht sich selbst als Midrange-Anbieter. Den Kern der Lösung bildet die Inspire-Architektur. Sie beruht auf der kompletten Vermaschung gleichwertiger Verarbeitungsknoten über eine passive Backplane mit einem 1,6 Gigabyte pro Sekunde schnellen Datenpfad.

Das Herz jedes Knotens bildet der 3Gen-ASIC, der unter anderem die Thin-Provisioning- und Migrationsfeatures in Hardware abbildet. Jeder der Knoten-Prozessoren kann bis zu 45 Gigabyte pro Sekunde verarbeiten.

Besonders auf die schnelle, unterbrechungsfreie Migration von konventionellen auf Thin-Provisioning-Volumes und auf die feingranulare, anforderungsgesteuerte Dimensionierung der Volumes hält sich 3Par viel zugute.

Daten werden grundsätzlich über alle Disks verteilt, der Plattenplatz in nur 16 Kilobyte große „Chunklets“ aufgeteilt, was granulare Primärspeicher, Snapshots etc. erlaubt. FC und SATA werden unterstützt, es gibt FC- und iSCSI-Ports.

Dazu kommen separate Schnittstellen für Remote Copies. Gespeichert werden sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten. Knoten können ohne logische Größenbegrenzung geclustert werden.

Das Betriebssystem Inform übernimmt unter anderem die Virtualisierung der darunterliegenden Komponenten, koordiniert die Knoten, verteilt die Daten auf den Platten etc. Die einzelnen Boxen haben bis zu 600 Terabyte Speicherkapazität, können aber miteinander verbunden werden.

Ein Isilon-Knoten skaliert Speicher oder Performance

Isilons Scale-out NAS IQ-Cluster ist mit einer Startkapazität von fünf Terabyte mit Skalierbarkeit bis sechs Petabyte dem Highend zuzuordnen. Das Unternehmen peilt als Kunden besonders Anwender mit großen NAS-Files, etwa Medien, Web, Forschung und Lehre oder Molecular Design an.

Scale-out NAS IQ-Cluster bestehen aus drei bis 144 Knoten, die jeweils Disk, Intel-Multicore-CPUs, Cache, Client-I/O sowie Backend-Vernetzung bieten. Es gibt zusätzliche I/O-Module sowie reine Speicherknoten, so dass je nach Bedarf die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder das Speichervolumen auch separat erhöht werden können.

Intern sind die Cluster über zwei redundante Infiniband-Backbones verbunden. Jeder Knoten bietet über das symmetrisch geclusterte One-FS Zugriff auf dasselbe Filesystem. Die Füllstände der Clusterknoten sind durch Striping und Autobalancing jederzeit ausgeglichen, was zu einem für den Nutzer verfügbaren Speichervolumen von 80 Prozent der Rohkapazität führt.

Das Betriebssystem OneFS, derzeit in Version 5.5 erhältlich, vereinigt die Funktionen Filesystem, Volume Management und Parity für Datenschutz von einfach bis vierfach. Dieser Parityschutz ist bis auf Verzeichnisebene dynamisch konfigurierbar und kann im laufenden Betrieb geändert werden. Für Einzelaufgaben wie Quotas, Spiegelung und I/O Loadbalancer sind optionale Lizenzen erhältlich.

weiter mit: IBM setzt auf Performance-Zuwachs bei Standardtechnik

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