Dedizierte Storage-Arrays, kleine Allocation Units und Automatisierung

3Par veröffentlicht Checkliste für „richtiges” Thin Provisioning

25.02.2008 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

3Par stellt Administratoren eine Checkliste für den Einsatz von Thin Provisioning zur Verfügung.
3Par stellt Administratoren eine Checkliste für den Einsatz von Thin Provisioning zur Verfügung.

Speicherhersteller 3Par warnt vor den Tücken des Thin Provisioning. Richtig angewendet hilft die Technik Energie, Kosten und Verwaltungsaufwand in Storage-Umgebungen zu reduzieren. Eine ungeschickte Implementierung kann diese Vorteile jedoch relativieren. Mit einer Checkliste sollen IT-Verantwortliche Fehler vermeiden.

Per Thin Provisioning können Anwendungen mehr Speicherplatz anfordern als physisch vorhanden ist. Gelangen die realen Kapazitäten an ihre Grenzen, lassen sich die Storage-Systeme sukzessive aufrüsten. Der Virtualisierungsansatz kann somit helfen, den Energieverbrauch im Rechenzentrum zu senken. Zudem können Administratoren Betriebskosten senken und ihre Infrastrukturen leichter verwalten.

Über die beschriebenen Vorteile sind sich die Anbieter entsprechender Lösungen einig. Unklar ist jedoch, wie das Ziel am besten erreicht wird. Mit einer Checkliste für Administratoren hat Hersteller 3Par jetzt seine Sicht der Dinge dargelegt.

Allocation Units nicht zu groß wählen

Unter Punkt eins warnt der Hersteller Anwender vor zu großen Allocation Units. Wird der Speicher ungeschickt zugeteilt, könnte schon das bloße Dateisystem Laufwerke komplett ausfüllen. Mit Blick auf die eigenen Speicherlösungen empfiehlt 3Par eine feine Allokation im Kilobyte-Bereich.

Als weiteren Schwachpunkt nennt der Hersteller reservierende Dedicate-on-Write-Implementierungen. Bei diesen wird die physische Kapazität in Pools konfiguriert und reserviert. Dieser Ansatz nötige Anwender häufig dazu, Laufwerke und RAIDs für jeden Datenservice einzeln und vorab zu konfigurieren. Das von 3Par favorisierte Verfahren Dedicate-on-Write ohne Reservierung hingegen ordnet die Kapazitäten beim Schreiben.

Manuelle Pool-Pflege führt Technik ad absurdum

Weitere These des Speicherexperten: Verlangt die Thin-Provisioning-Lösung vom Anwender, Pools manuell aufzufüllen, könnten Nutzer gänzlich auf die Technik verzichten. Als Alternative zu dem als aufwendig gebrandmarkten Procedere führt 3Par autonome Lösungen an, die ohne menschlichen Eingriff und „Just-in-Time“ konfiguriert werden.

Die einem idealen Thin Provisioning zugrunde liegende Array-Plattform muss zudem umfassend skalierbar sein. Als Beispiel verweist der Hersteller auf die von ihm angebotenen „monolithischen [...] und hoch virtualisierten geclusterten modularen Systeme“.

Abschließend warnt der Speicherhersteller davor, Thin-Provisioning-Lösungen auf nicht hierfür dediziert entwickelter Hardware einzusetzen. Das sei zwar prinzipiell möglich, fordere aber Kompromisse: „Wenn der Anwender andere Merkmale, Funktionalität und Leistung für den Einsatz von Thin Provisioning opfern muss, dann wird der Gesamtnutzen in Frage gestellt“ – fasst der Hersteller zusammen.

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