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Gesucht: Starke Wurzeln für digitalen Wandel 5 strategische Schritte zur erfolgreichen Digitalisierung

| Autor / Redakteur: Rein de Jong*, Regional Sales Director Central bei Brocade / Rainer Graefen

Wenn es um Online-Business geht, scheuen Firmen keine Kosten, um die neue Plattform möglichst schnell in Gang zu bringen. Sei es die Eröffnung eines Online-Shops, Service mit rund um die Uhr verfügbaren Online-Diensten, oder eine neue Sicherheitsanwendung, um das Vertrauen der Kunden nach einem Datenleck wiederzuerlangen. Und warum funktioniert das trotzdem nicht?

Ist die Verwurzelung einer Digitalisierung des Geschäfts nicht fest genug, fällt die Krone, sobald der erste Sturm daran rüttelt.
Ist die Verwurzelung einer Digitalisierung des Geschäfts nicht fest genug, fällt die Krone, sobald der erste Sturm daran rüttelt.
(Bild: Andy Ilmberger/ Foltolia.com)

Das Unternehmen investiert in neueste Technologien, um den Neustart möglichst reibungslos zu gestalten. Am Anfang sieht alles so aus, als würde die neue Plattform einwandfrei funktionieren, bis das System ausfällt. Das kann unter Umständen schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Kunden machen ihrem Ärger auf den Social-Media-Plattformen Luft, Aufsichtsbehörden werden aufmerksam, es folgen Bußgelder.

In solchen Fällen wird in der Regel sofort der Vorstand einberufen, um die Ursachen des Systemausfalls genau zu analysieren. Das Ergebnis dieser Analyse bietet meistens keinen Anlass für Beanstandungen: Neueste Programme und Server sind im Einsatz, alle Mitarbeiter wurden entsprechend geschult, eine Pressemitteilung wurde verschickt.

Wo liegt also das Problem? – Die Verantwortlichen vergessen oft, sich eine wesentliche Frage zu stellen, bevor ihr Unternehmen in ein neues Projekt investiert – nämlich, ob das Unternehmensnetzwerk für die zusätzliche Belastung gut genug gerüstet ist.

Es kracht und alle wundern sich

Warum wundert sich niemand, dass ein Baum mit flachen Wurzeln umfällt oder ein Haus mit einem instabilen Fundament einstürzt? Geht es dagegen um die IT, scheint uns diese grundlegende Philosophie weitaus weniger einzuleuchten – Verständlich; denn die Umsetzung wirkt auf den ersten Blick schwierig, kompliziert, teuer und riskant.

Es ist jedoch noch sehr viel schwieriger, riskanter und teurer, wenn man die Probleme an eben jener Stelle ignoriert, die das Fundament eines jeden Unternehmens bildet: das Netzwerk. Der digitale Wandel, der das geschäftliche Wachstum fördern soll, basiert nicht auf einer neuen, in schickem Design gehaltenen Lösung.

Entscheidend ist das zugrundeliegende Netzwerk sorgfältig auf Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit zu prüfen. Die neuen Anwendungen von heute sind morgen schon überholt. Veränderung, Flexibilität und Agilität – das sind die Werte, die im digitalen Umfeld wichtig sind.

Das Fünf-Stufen-Modell zur Digitalisierung

Brocade hat für seine Kunden ein Fünf-Stufen-Modell entwickelt, das sie bei dem komplexen Umstieg auf digitale Geschäftsmodelle unterstützen soll. Es hilft Unternehmen, den Trend der digitalen Transformation in eine Geschäftsstrategie umzuwandeln und einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, der bei steigenden Anforderungen flexibel an die Kapazitäten des Unternehmens angepasst werden kann.

Die fünf wesentliche Samen für eine Digitalisierungsstrategie findet Rein de Jong von Brocade.
Die fünf wesentliche Samen für eine Digitalisierungsstrategie findet Rein de Jong von Brocade.
(Bild: Olesia Bilkei/ Fotolia.com)

1. Netzwerk prüfen

Bei der Digitalisierung spielt das eigene Netzwerk die wichtigste Rolle. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihr Netzwerk auf die bevorstehende Transformation umrüsten und ihre IT neu aufstellen zu müssen. Im ersten Schritt sollte daher geprüft werden, ob das Netzwerk für die Zukunft über ausreichend Kapazitäten verfügt.

2. Automatisiertes Netzwerk einrichten?

Ein automatisiertes Netzwerk mit „Fabrics Application Delivery Controller“ (ADCs) ermöglicht einen sicheren Zugang zur Cloud und zu Anwendungen und reduziert so Risiken und Ressourcenkosten. Darüber hinaus stellt das automatisierte Netzwerk eine Plattform dar, die für die Zukunftspläne des Unternehmens den nötigen Spielraum bietet.

3. Agile Infrastruktur aufbauen

Im dritten Schritt wird eine agile Infrastruktur entwickelt. Die Virtualisierung von Netzwerkfunktionalitäten schafft Agilität und reduziert gleichzeitig Kosten. IP-basierte Speichernetzwerke ermöglichen unkomplizierte Datenanalysen und personalisierte Dienste, ohne weitere Kosten.

4. Intelligente Dienste als Wettbewerbsvorteil

Wenn das Netzwerk gut gerüstet ist, können im vierten Schritt intelligente Dienste eingeführt werden – also interne und externe Dienste, die Kunden die Vorteile bieten, die sie brauchen. Das verschafft dem Unternehmen einen klaren Vorsprung gegenüber Mitbewerbern. Software-definierte Netzwerke sorgen dafür, dass diese Dienste belastbar und gleichzeitig flexibel bleiben.

5. Marktentwicklung vorhersehen

Schließlich wird IT als strategische Lösung eingesetzt, um Geschäftsanforderungen und Marktentwicklung zu prognostizieren und entsprechend darauf zu reagieren.

Niemand weiß, was die Zukunft bringen wird, welche neuen digitalen Lösungen die Welt als nächstes auf den Kopf stellen werden. Mit der Einführung von offenen Netzwerken, die anpassungsfähig sind und eine schnelle Einführung und Entwicklung von IT-Innovationen ermöglichen, stellen Unternehmen die Weichen für zukünftigen und nachhaltigen Geschäftserfolg.

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