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Dell-Studie belegt steigende Unsicherheitsfaktoren 831 Prozent Wachstum bei Unternehmensdaten

| Autor / Redakteur: Matthias Breusch / Dr. Jürgen Ehneß

Eine Studie von Dell Technologies bestätigt: Das Wachstum der Datenberge im Unternehmensbereich ist gewaltig. Alleine von Ende 2018 bis Ende 2019 stieg es um rund 40 Prozent – von 9,7 auf 13,5 Petabyte. Trotz der Entwicklung immer dynamischerer Schutzmechanismen klagen viele Firmen vor allem über die Anfälligkeit parallel laufender Sicherheitssysteme.

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Besonders extrem wirkt sich die Datenexplosion im Segment der Unternehmensdaten aus.
Besonders extrem wirkt sich die Datenexplosion im Segment der Unternehmensdaten aus.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

15 Länder, 14 Branchen: Ende 2019 befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne zum vierten Mal im Auftrag von Dell weltweit 1.000 IT-Entscheider von Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern.

Die Zahlen des „Global Data Protection Index 2020 Snapshot“ sprechen für sich: 82 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen sind von Cyber-Attacken oder Systemausfällen betroffen (sechs Prozent mehr als im Vorjahr) und haben Schwierigkeiten damit, adäquate Sicherheitslösungen für KI, 5G oder Edge Computing zu finden.

Alleine von 2016 bis 2019 betrug das Wachstum der Unternehmensdaten 831 Prozent. Besonders anfällig sind Firmen, die Sicherheitsprogramme unterschiedlicher Anbieter einsetzen: Sie wurden knapp doppelt so oft von Vorfällen heimgesucht, die den Datenzugriff einschränken. Die durch Ausfallzeiten verursachten Kosten verdoppelten sich annähernd, die der Datenverluste verfünffachten sich sogar beinahe.

Trotz der Versprechen von Software-Entwicklern dieses Segments ist eine harmonische Synchronisation dieser Systeme offenbar weiterhin nicht gewährleistet. Paradox: 80 Prozent der Befragten setzen auch weiterhin darauf, Sicherheitslösungen auf mehrere Schultern zu verteilen – 20 Prozent mehr als 2016.

Entsprechend sind die Kosten gestiegen: Für Ausfallzeiten 2019 fielen im Durchschnitt rund 719.000 Euro an (2018: 467.000 Euro). Bei den Kosten für Datenverluste sieht es besser aus. Hier stieg die Durchschnittsrate von 883.000 auf 900.000 Euro. Gemessen am gesamten Anstieg des Datenvolumens, ist dies sogar ein relatives Plus.

Fast alle der befragten Unternehmen investieren in neue Technologien wie Cloud-native Anwendungen (58 %), KI und Machine Learning (53 %), SaaS (51 %), 5G- und Cloud-Edge-Infrastrukturen (49 %) sowie IoT- und Endpunktlösungen (36 %). 71 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass diese Technologien die Datensicherheit weiter verkomplizieren, 61 Prozent befürchten, sie seien ein echtes Sicherheitsrisiko.

Um die Gefahrenquellen einzuschränken, werden Cloud-Ansätze bevorzugt. So nutzen 43 Prozent öffentliche, 42 hybride und 39 private Clouds. Als größte Vorteile der öffentlichen Clouds sehen sie dabei vor allem bessere Performances (61 %), erhöhte Sicherheit (59 %) und einen zuverlässigeren Datenschutz (56 %).

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