Mit Switches Daten im Datacenter virtualisieren und strukturieren Acopias ARX-Appliances extrahieren Speicherklassen aus dem primären Datengrab

Autor / Redakteur: Bernd Schöne und Rainer Graefen / Nico Litzel

Egal auf welchem Speichersystem die Daten liegen und wohin der Administrator sie im nächsten Augenblick schiebt – für den Anwender darf das keine Auswirkungen haben. Leicht gesagt. Mit einem intelligenten Switch ist das möglich.

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Acopias Switches der ARX-Familie schleifen sich ins Netz ein, arbeiten mit den klassischen Netzwerkprotokollen und dirigieren fortan den Datenzugriff über eine Mapping-Tabelle.
Acopias Switches der ARX-Familie schleifen sich ins Netz ein, arbeiten mit den klassischen Netzwerkprotokollen und dirigieren fortan den Datenzugriff über eine Mapping-Tabelle.
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine Datenmenge von mehreren Gigabyte war noch vor etwa zehn Jahren für ein leistungsfähiges Speichersystem eine nicht überschreitbare Obergrenze. Moderne Speicherschränke bieten inzwischen Platz für ein Petabyte Daten.

Das Aufräumen dieses gigantischen Datenwustes steht nicht zur Debatte – das kostet zu viel menschliche Energie. Noch mehr Disks zu installieren, erscheint da einfacher. Eine Alternative ist die Dateivirtualisierung, mit der sich der Datenberg in kleine, vorsortierte Häppchen unterteilen lässt.

Acopia, gestern noch ein Startup und heute unter den Fittichen von F5 Networks, verspricht mit der Appliance-Familie ARX Entlastung für genervte Storage-Administratoren.

Der Leistungsumfang der ARX-Familie ist weit reichend: Virtualisierung von zig Millionen unstrukturierter Dateien auf unterschiedlichsten Fileservern, und das alles ohne Kopfschmerzen, da weder neue Administrator-Befehle zu lernen noch Software-Agenten zu installieren sind.

Schnelle Umleitung …

Die Mitglieder der ARX-Familie, es sind deren drei, schleifen sich ins Netz ein, arbeiten mit den klassischen Netzwerkprotokollen und dirigieren fortan den Datenzugriff über eine Mapping-Tabelle. Daher fällt auch keinem Nutzer auf, dass sie vorhanden sind. Die Switche verrichten ihren Dienst im Verborgenen.

Die von Cheng Wu und Christopher Lynch (beide kommen von Arrow Point) in Lowell, Massachusetts gegründete Netzwerkfirma hat mit der Acopia ARX-Familie drei Appliances entwickelt, die auf Proxy-Technik setzt und das Backend unangetastet lässt. Stattdessen verwendet man Metadaten, die in einer Liste den ursprünglichen Lagerort und das aktuelle Speicherziel miteinander verbinden.

ARX durchsucht diese Tabelle und routet den Datenzugriff auf den letzten Speicherort. Ein relativ neuer Ansatz in der Speichertechnik, der in anderen Bereichen als Mapping bekannt ist. Anfang August dieses Jahres übernahm F5 Networks das Startup Acopia Networks für 210 Millionen Dollar und will nun mit dessen Produkten den Geschäftsbereich „Data Solutions“ aufbauen.

… braucht einen schnellen Lastesel

Die Idee hinter den ARX-Maschinen ist eigentlich simpel, doch offensichtlich gar nicht so einfach umzusetzen, da es den Appliances eine enorme Performance abverlangt. Um vergleichbare Ansätze von Neopath und Rainfinity wurde es nach der Übernahme durch Cisco beziehungsweise EMC ziemlich schnell ruhig.

Um die Antwortzeiten durch das Suchen in den Listen nicht dramatisch zu verlängern, musste Acopia eine spezielle Hardware in Form von ASICS entwickeln, die auch massivem Datenverkehr standhält. Eine Batterie leistungsstarker Lüfter auf der Hinterseite der Geräte macht deutlich, dass die hier gekühlten Chips Schwerstarbeit leisten. Verzögerungen beim Zugriff sind so kaum spürbar, verspricht der Hersteller. Der Switch wird einfach wie ein Standard-Server als weitere Backbone-Komponente im Core-Netzwerk verankert.

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