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Umfrage: Sieben Antworten von Dell zu Speichersystemen für den Mittelstand „Am wichtigsten sind Datenmanagement, Einbindung in virtuelle Strukturen und Erweiterbarkeit“

Redakteur: Nico Litzel

Anwender sollten bei der Anschaffung von Midrange-Speichersystemen darauf achten, wie diese mit dem Hypervisor harmonieren, rät Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise bei Dell.

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Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise, Dell
Hans Schramm, Field Product Manager Enterprise, Dell
( Archiv: Vogel Business Media )

Weitere Umfrageergebnisse finden Sie hier: Hersteller-Umfrage 2011 zu Speichersysteme für den Mittelstand

Storage-Insider.de: Auf welche Funktionen legen Anwender bei der Anschaffung eines Midrange-Speichersystems besonderen Wert?

Schramm: Das ist abhängig von der Größe des Kunden. Insgesamt gesehen sind die wichtigsten Themen Datenmanagement, Einbindung in virtuelle Strukturen und Erweiterbarkeit der Systeme.

Storage-Insider.de: Auf welche Funktionen sollten Anwender bei ihren Speichersystemen achten, wenn sie viele virtuelle Maschinen betreiben wollen?

Schramm: Es ist darauf zu achten, wie das jeweilige Speichersystem mit dem jeweiligen Hypervisor harmoniert, das heißt, es ist zu prüfen, wie einfach, stabil und sicher das System zu integrieren ist und wie die Funktionen der Virtualisierung und des Arrays zusammenspielen. Anhand der Snap-Technologie kann dies verdeutlicht werden. Sie gibt es beispielsweise bei VMware und auch in den Dell-Equallogic-Lösungen. Ein sogenannter AutoSnapshot Manager übernimmt die Kombinationen dieser beiden Bereiche und stellt eine effektive und schnelle Abwicklung sicher.

Storage-Insider.de: Warum muss das Management von Speichersystemen einfacher werden?

Schramm: Zum einen aufgrund des Datenwachstums. Das ist prinzipiell zwar keine neue Erkenntnis, aber die Steigerungen sind zum Teil gewaltig, auch wenn dies nicht alle Unternehmensbereiche gleichermaßen betrifft. Ein modernes Storage-System bietet heute dem Kunden unterschiedliche Technologien in einem System, also Storage-Tiering. Das spart Ressourcen, Zeit und Energie, muss aber auch verwaltet werden. Zum anderen muss das Management im Hinblick auf die Integration in gängige Hypervisor-Systeme oder -Applikationen einfacher werden.

Storage-Insider.de: Warum wird das Speichern von Daten immer billiger?

Schramm: Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Der Preis pro Gigabyte ist natürlich gesunken, was für einen Privatanwender, der zu Hause sein Backup auf Platten ablegt, sicher relevant ist. Bei Firmenkunden allerdings sind neben den reinen Anschaffungskosten auch Aspekte wie Wartung, Management oder Handling im Falle von Rücksicherungen zu berücksichtigen. Außerdem spricht natürlich das Datenwachstum dagegen, dass alles billiger wird. Wir müssen immer mehr Informationen unterbringen und verwalten. Die überwiegend vorhandenen Daten sind unstrukturiert und diese wachsen am stärksten.

Storage-Insider.de: Umgekehrt gefragt: Was verteutert die Datenspeicherung?

Schramm: Gründe sind das Datenwachstum und die zunehmende Anzahl von immer größeren Storage-Systemen, deren Möglichkeiten vielfältiger werden. Auch sind neue Technologien und Funktionalitäten am Anfang immer etwas preisintensiver.

Storage-Insider.de: Ist Unified Storage der Weg zu einem einfacheren Management oder ist ein zentraler Speicherpool mit NAS-Gateways die bessere Alternative?

Schramm: Unfied-Storage ist auf jeden Fall ein Ansatzpunkt, denn die Vielfalt der Storage-Systeme und der Funktionsumfang ist schon recht groß. Dass Endkunden dort den tiefen „Überblick“ bekommen, ist nicht immer einfach. Da hilft der Ansatz Unified-Storage natürlich im ersten Schritt weiter. Im zweiten Schritt sollte aber auch immer betrachtet werden, ob ein „All-in-One“-Produkt wirklich immer die richtige Wahl ist. Ein fundiertes Consulting kann hier oft sehr hilfreich sein.

Storage-Insider.de: Sollte sich das Management und Speichern von Daten in der Cloud durchsetzen, brauchen wir dann überhaupt noch Speichersysteme für den Mittelstand?

Schramm: Hier könnte man auch eine Gegenfrage stellen: Brauchen wir in einer Zeit des papierlosen Büros und elektronischer Medien eigentlich eine Papierindustrie? Je nachdem wie „die Cloud“ sich entwickelt, kann das auf jeden Fall zu Vorteilen im Management führen. Der Trend in Richtung Cloud wird anhalten. Man muss aber abwarten, welche Daten dann in der Cloud liegen werden und welche Kunden gewillt sind, bestimmte Daten in eine Cloud zu legen, gerade wenn es sich um eine Public Cloud handelt.

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