Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im Überblick – Teil 60

Anwendungs- und Problembereiche von Wireless LANs (WLAN) – 2

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Design-Aspekte zur Störungsbekämpfung

Also muss man beim Design eines drahtlosen Netzes letztlich diese zwei Richtungen beachten. Einerseits muss man Maßnahmen zur Stabilisierung gegenüber äußeren Störungen vornehmen und andererseits aber auch dafür sogen, dass andere Funkdienste durch das eigene drahtlose Netz nicht gestört werden.

Wir haben gesehen, dass OFDM ein Modulationsverfahren ist, welches nicht nur die höchste Informationsdichte auf eine Trägerschwingung bringen kann, sondern auch am unempfindlichsten gegenüber Störungen ist. OFDM ist heute Stand der Technik in dieser Hinsicht.

Dass das drahtlose Netz selbst nicht stört kann man durch Begrenzung der Sendeleistung und durch die Auswahl des Modulationsverfahrens erheblich beeinflussen.

Wird ein drahtloses Netz von außen gestört, führt das im Allgemeinen zu Verzögerungen, weil Datenpakete mit zerstörten Bits erneut ausgeliefert werden müssen, und je nach verwendeter Protokollversion zum Abbruch von Verbindungen.

Da das Verhältnis der meisten Netzwerker zur systematischen und mathematischen Behandlung von Problemen der Funkübertragung – sagen wir mal – leicht gestört ist, wird in den meisten Projekten einfach kein Weg daran vorbeiführen, Geräte aufzustellen und auszuprobieren um so die Störeinflüsse in der Zielumgebung zu bestimmen.

Ein weiteres Problem ist das Power Management in den portablen Endgeräten. Für alle Funktionen ist man von einer Batterie bzw. einem Akku abhängig. Die Belastung durch die zusätzlichen Komponenten für die drahtlose Übertragung kann die nutzbare Leistungsdauer eines Akkus erheblich verkürzen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, versuchen die Hersteller in ihren Produkten entsprechende Komponenten einzubauen, die den Stromverbrauch so gering wie möglich halten.

So kann man z.B. „Döse-“ oder „Schlaf-“ Modi einführen. Im Schlafmodus muss die Wireless LAN-Komponente vom Benutzer explizit geweckt werden, wenn er Daten übertragen möchte. Im „Döse-“ Modus döst die Komponente so vor sich hin, wird aber schnell hellwach, wenn eine Nachricht für den Benutzer entgegenzunehmen ist, wie z.B. ein E-Mail. Jeder Hersteller hat hier andere Vorstellungen, die zwar im Effekt den Stromverbrauch wirklich minimieren, aber insgesamt natürlich nicht übereinstimmen, so dass man hier von Fall zu Fall prüfen muss, was sinnvoll und möglich ist.

weiter mit: Problemstelle Interoperabilität

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