Mac Pro mit vielen überraschenden Details

Apple hat wieder etwas für die Profis

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Als letztes Modell der aktuellen Macs kriegt nun auch der Mac Pro eine Thunderbolt-Schnittstelle, die aber bereits in der Version 2 mit einem 20-Gigabit-Kanal für Daten und Display statt der beiden getrennten bidirektionalen Kanälen mit je zehn Gigabit/Sekunde aufwartet. Rückwärtskompatibilität ist dabei gewährleistet: Vorhandene Geräte und Kabel für das ursprüngliche Thunderbolt lassen sich auch am neuen Mac Pro verwenden.

Mit sechs Schnittstellen für Thunderbolt 2 ausgestattet lassen sich insgesamt 36 Geräte extern anschließen. Da kommt Einiges an Storage-Elementen und Peripherie zusammen. Mit DisplayPort 1.2 passen auch ein 4K-Display oder zwei 27-Zoll-Monitore mit 2.560 × 1.440 Pixel an den Mac Pro. Ebenfalls vorhanden sind vier Schnittstellen für USB 3.0, dazu zwei für Gigabit-Ethernet und eine HDMI-Schnittstelle. Auf PCIe-Steckplätze und Buchsen für FireWire 800 wurde verzichtet.

Auch bei den Schnittstellen haben sich die Designer etwas ausgedacht: In abgedunkelten Räumen, wie etwa in der Videobearbeitung üblich, sind sie hintergrundbeleuchtet, sodass der Anwender auch bei ungünstiger Raumbeleuchtung die richtige Buchse findet, um externe Geräte anzuschließen.

Kein optisches Laufwerk

Kritikpunkte? Es gibt kein optisches Laufwerk mehr, aber das brauchen ohnehin immer weniger Anwender. Zu wenig interne Festplatten, das macht aber nichts. Zusätzliche Festplatten werden extern angeschlossen und mit Thunderbolt erhält man dieselbe Geschwindigkeit wie mit internen Laufwerken. Für PCI-Express sind Erweiterungen erhältlich, darunter die Produktreihe Express von Sonnet.

Der neue Mac Pro wird mit dem ebenfalls neuen Betriebssystem OS X Mavericks ausgeliefert, das ab Herbst erhältlich sein wird. Offenbar sind Apple die Raubtiernamen ausgegangen, denn das neue System trägt den Namen eines kalifornischen Surf-Strandes. Eine Demo bei Apple in München betonte vor allem die Tags zum schnellen Suchen von Dateien, den Multi-Display Support und den komplett überarbeiteten Browser Safari.

Comeback bei den Profis

Bei aller Begeisterung für den neuen Mac Pro ist nicht zu übersehen, dass Apple in der jüngeren Vergangenheit vom professionellen Segment etwas Abstand genommen hat. So wurde mit dem Xserve ein reinrassiger Server zum Einbau ins Rack aus dem Programm genommen und vielleicht etwas zu lange am neuen Mac Pro entwickelt.

Dass Apple seine Profis so vernachlässigt hat, überließ anderen Herstellern eine lukrative Nische. Auf der Suche nach Top-Servern oder Workstations wird man heute auch bei HP, Dell oder Lenovo fündig. Wer vom Mac auf diese Alternativen umgestiegen ist, musste andere Investitionen in Software und Peripherie allerdings abschreiben.

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