Mac Pro mit vielen überraschenden Details

Apple hat wieder etwas für die Profis

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Der Grund: Ein Mac Pro alleine reicht nicht, um effizient damit zu arbeiten. Wer auf das Modell umsteigt, benötigt noch einiges mehr: Externe Datenspeicher, Monitore, Hubs und Adapter, damit vorhandene Bildschirme auch am neuen Mac Pro verwendet werden können. RAM und Grafikkarte, also die Engpässe eines Systems, sollten beim Kauf eines jeden Mac ausreichend dimensioniert sein, damit der Anwender möglichst lange etwas von seinem Macintosh hat.

Bei professioneller Software muss Apple aber aufholen. Während eines Workshops in der Apple-Niederlassung in München war zu erfahren, dass bald mit einer professionellen Version der Video-Software Final Cut Pro zu rechnen ist. Auch bleibt festzuhalten, dass die Foto-Software Aperture, derzeit für weniger als 70 Euro im App Store zu haben, eine professionelle Auffrischung ebenfalls gut vertragen könnte.

Ein Auslaufmodell

Bis der neue Mac Pro zu kaufen ist, steht noch der derzeit aktuelle Mac Pro als Alternative zur Verfügung. Dieser wurde 2010 zuletzt aktualisiert und erhielt 2012 eine minimale Überarbeitung, aber keine Schnittstellen für Thunderbolt oder USB 3.0. Das Design stammt vom Power Mac G5 aus dem Jahr 2003 und wurde seitdem nicht deutlich verändert.

Dabei können sich seine mehrkernigen Xeon-Prozessoren durchaus sehen lassen, eher kläglich aber sind seine Schnittstellen. Kein Blu-ray, kein USB 3.0 und kein SATA III für zeitgemäße SSDs. Vor allem aber hat der aktuelle Mac Pro als einziges Macintosh-Modell noch keine Thunderbolt-Schnittstelle.

Für Profis recht mager auch der Arbeitsspeicher: Von Apple serienmäßig mit 64 Gigabyte RAM angeboten, lässt sich der aktuelle Mac Pro mit dem Betriebssystem OS X 10.8 Mountain Lion auf bis zu 96 Gigabyte RAM ausbauen. Kein Wunder also, dass Apple den Mac Pro im Februar dieses Jahres aus dem Online-Store nahm. Letzte Restmodelle sind nur noch bei wenigen Händlern und Versendern erhältlich.

Ein Fazit

Eines ist jetzt schon klar: Der neue Mac Pro erfordert ein Umdenken beim Nutzer, denn statt einer intern erweiterbaren Maschine erhält der Anwender einen Rechner mit modularem Aufbau. Möglich wird das mit Thunderbolt 2, das in den Labors von Intel gerade noch den letzten Feinschliff erhält.

Ansonsten wurde auf alles verzichtet, was die Lebensdauer eines Rechners verkürzt. Wird eine heute gängige Technik eines Tages abgelöst, so wechselt man am neuen Mac Pro lediglich externe Boxen aus, um das System auf einem zeitgemäßen Stand zu halten.

Möglichst viel auszulagern heißt auch die Datenhaltung im NAS. Zugegriffen wird entweder per Thunderbolt oder über das Netzwerk. Dadurch stehen die Daten auch anderen Rechnern zur Verfügung. Die interne SSD wird nur noch für das Betriebssystem, die Anwendungs-Programme und E-Mail genutzt.

Dass Apple den neuen Mac Pro auf Langlebigkeit ausgelegt hat, kann aber auch bedeuten, dass ein Nachfolger ebenso lange auf sich warten lässt wie der Neue, den die Mac-Profis Ende des Jahres in Betrieb nehmen.

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