Neuer Cloud-Service aus dem Hause Jobs

Apples Online-Speicher mit integrierter Datensicherung und ständiger Synchronisation

21.06.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Rainer Graefen

Apple hat mit dem Rechenzentrum in Maiden sicherlich noch einiges vor, darunter auch eine Verdoppelung der Kapazitäten. (Quelle: Catawba County, North Carolina)
Apple hat mit dem Rechenzentrum in Maiden sicherlich noch einiges vor, darunter auch eine Verdoppelung der Kapazitäten. (Quelle: Catawba County, North Carolina)

Zusammen mit dem lang erwarteten Betriebssystem iOS 5 für das iPhone bringt Apple auch den neuen Online-Dienst iCloud. Der Service folgt dem kostenpflichtigen, aber erfolglosen „MobileMe“, das 2008 mit einer Serie von Pannen startete und im Frühjahr 2011 eingestellt wurde.

Neu an der iCloud, die am 6. Juni von Apple-Chef Steve Jobs persönlich vorgestellt wurde: Der Dienst speichert alle Business-Dokumente und Multimedia-Files des Anwenders in einem Rechenzentrum von Apple und pusht jede Veränderung auf alle iCloud-fähigen Geräte des Users.

Damit ist Apple zwar nicht der Erste, da Datenspeicher wie die Dropbox im Web schon seit 2007 aktiv sind, aber die rege Nutzung solcher Dienste werden von Anwendern rege in Anspruch genommen und damit das Bedürfnis nach einem jederzeit erreichbaren Zwischenspeicher.

Synchronisation inklusive

Für E-Mail, Dokumente und Backup stehen jedem iCloud-Anwender kostenlose 5 GByte im Data Center von Apple zur Verfügung. Gekaufte Inhalte aus dem App Store oder iTunes Store sind darin nicht enthalten, denn sie werden ohnehin über die Rechenzentren von Apple bereitgestellt.

Wie viel zusätzlicher Speicherplatz kosten soll, steht noch nicht fest, wird aber bei der Markteinführung von iCloud im Herbst bekannt gegeben. Über die iCloud Storage APIs für iOS, den Macintosh und PC speichert iCloud die Dokumente des Users und pusht sie auf dessen iCloud-fähigen Gerätepark, alle späteren Veränderungen inklusive.

Bei den Anwendungen unabhängiger Entwickler lässt sich die iCloud auch als Online-Speicher mit direktem Zugriff für den User nutzen.

Mobil ohne Datenverluste

Ein Standard-Feauture der iCloud ist das iCloud Backup zur automatischen Sicherung der iOS-Geräte. Beim Aufladen eines iPhone, iPad oder iPod touch werden gekaufte Musik, Apps und Bücher, Fotos und Videos, Geräteeinstellungen und Daten der Apps automatisch aktualisiert.

Nimmt der Anwender ein neues iOS-Gerät in Betrieb, wird es durch die Eingabe von Apple-ID und Passwort automatisch bei der Ersteinrichtung in den Geräteverbund übernommen.

Auch die Apps der Office-Suite „iWork“ von Apple, also das Textprogramm Pages, die Kalkulations-Software Numbers und das Powerpoint-Pendant Keynote unterstützen bereits iCloud, damit deren Dokumente immer nur in der aktuellsten Versionen auf dem iPad, iPhone und Macintosh zur Verfügung stehen.

Viel Power für den Neubau

Apple betreibt iCloud überwiegend in drei US-Rechenzentren. So wurde das dritte Data Center gerade erst im strukturschwachen Catawba County in North Carolina fertiggestellt.

Der neue Server-Park mit 45.000 Quadratmetern wurde bei der Ortschaft Maiden auf die grüne Wiese gestellt, gar nicht weit entfernt von Lenoir, wo Google seit 2007 ebenfalls ein Rechenzentum betreibt.

Auf jeden Fall ist das Rechenzentrum in Maiden deutlich größer als die übrigen Einrichtungen von Apple. So wird die Fläche des 2006 für 50 Millionen Dollar gekauften Rechenzentrums im kalifornischen Newark nur mit rund 10.000 qm angegeben.

Noch kleiner geht‘s mit einem sieben Jahre gültigen Leasing-Vertrag, der mit DuPont Fabros Technology (DFT) über eine Fläche von 1.000 qm im neuen Rechenzentrum mit 2,2 Megawatt im kalifornischen Santa Clara ausgehandelt wurde. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal vorgesehen.

weiter mit: Musik-Streaming aus dem Internet ist eine Option

 

Interna aus dem Rechenzentrum

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