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Appliance

| Redakteur: Rainer Graefen

Eine Appliance ist ein zweckgebundenes Werkzeug. Anders als ein Computer, der als Allroundwerkzeug für jede IT-Aufgabe benutzbar ist, sind die Funktionen einer Appliance auf eine bestimmte

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Eine Appliance ist ein zweckgebundenes Werkzeug. Anders als ein Computer, der als Allroundwerkzeug für jede IT-Aufgabe benutzbar ist, sind die Funktionen einer Appliance auf eine bestimmte Aufgabe reduziert. Durch das reduzierte Einsatzgebiet steigt die Leistung, da zum Beispiel auf die Überwachung von Maus-Aktionen verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil von Appliances ist, dass sie verlustfrei gegeneinander austauschbar sind. In der Wissenschaft wird die Appliance als Black Box bezeichnet, bei der Eingangs- und Ausgangsdaten bekannt sind. Was in der Black Box passiert, interessiert nicht. Z.B. Eine Spielkonsole muss das Programm möglichst realistisch und in Echtzeit auf einem Bildschirm abbilden. Eine Veränderung von Programmabläufen ist nicht vorgesehen.

Auch wenn Appliances als preiswerte „Wegwerfprodukte“ konzipiert sind, so ist die schnelle Ersetzbarkeit nur ein Aspekt. Wollte man Funktionsgruppen in einem Rechenzentrum nur mit Appliances realisieren, würde man schnell an die Grenzen des Konzepts stoßen: Kommunikation. Eine veränderbare Arbeitsweise ist nicht vorgesehen. Dafür gibt es schließlich Computer.

Die gute Übersetzung für den Begriff Appliance endet meist bei einem oder mehreren Anwendungsbeispielen. So auch hier: Eine Waschmaschine wäscht Wäsche (mahlt aber keinen Kaffee), eine Spülmaschine spült Geschirr (mixt aber keine Fruchtsoßen) und ein Kühlschrank kühlt Milch, Wurst und Käse (mäht aber nicht den Rasen).

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