CeBIT 08: E-Mail- und Dokumentarchiv mit OpenLDAP, Vertretungsfunktion und SSO Artec erweitert Funktionsumfang der E-Mail-Archive-Appliances

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Das auf Datenmanagement spezialisierte Unternehmen Artec aktualisiert seine E-Mail-Archive-Appliances (EMA). EMA 3.3 kann per iSCSI oder Fibre Channel (FC) ins SAN eingebunden werden und prüft die Konsistenz von Backups. Zudem hat der Anbieter die Unterstützung des Lightweight Access Directory Protocol (LDAP) erweitert und das Anmeldeverfahren Single-Sign-on (SSO) umgesetzt.

Firma zum Thema

Artec hat die Appliances zur Archivierung von E-Mails und Dokumenten um Single-Sign-on erweitert.
Artec hat die Appliances zur Archivierung von E-Mails und Dokumenten um Single-Sign-on erweitert.
( Archiv: Vogel Business Media )

EMA 3.3 kann jetzt direkt auf Storage Area Networks zugreifen. Nutzer sollen dadurch von den Vorteilen der Speichernetzwerke profitieren, etwa von Virtualisierung und Desaster-Toleranz.

Mit einer Konsistenzprüfung sollen die aufgefrischten Systeme für mehr Datensicherheit sorgen. Administratoren können mit der Funktion prüfen, ob Informationen fehlerfrei auf externen Medien abgelegt wurden. Eventuell auftretende Probleme korrigieren die Appliances allerdings weitgehend automatisiert, erklärt Artec.

Prüfberichte geben Auskunft über gefundene oder behobene Unstimmigkeiten. Die Reports werden signiert und archiviert und eignen sich als Nachweis zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht bei der Datenaufbewahrung im Sinne der Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU).

Erweitertes Rollen- und Rechtekonzept

Das bereits bestehende Rollen- und Rechtekonzept der EMA hat der Hersteller um eine Vertretungsfunktion ergänzt. Nutzer können damit einzelne Rechte zeitlich befristet auf andere Anwender übertragen. So sollen sich Sammelpostfächer effektiver verwalten lassen.

Mit Version 3.3 der Appliances hat Artec zudem die LDAP-Fähigkeiten ausgebaut: Die Systeme unterstützen jetzt auch OpenLDAP.

Nutzer mehrerer Konten können diese ab sofort gruppieren und als Masterkonto verwalten. Alle Anwender können sich zudem per Single-Sign-on authentifizieren und direkt aus dem Mail-Client auf archivierte Nachrichten zugreifen. Optional werden auch X509-Zertifikate unterstützt.

Einstiegssystem schafft 800 Megabyte pro Minute

EMA ist in verschiedenen Versionen für kleine, mittlere und große Unternehmen verfügbar; der Preis beginnt bei rund 2.000 Euro. Die Kontenzahl ist unbeschränkt. Bereits in der Einstiegskonfiguration erreichen die Appliances laut Hersteller einen Durchsatz von etwa 800 Megabyte pro Minute (etwa 800 E-Mails mit einer Größe von einem Megabyte); die Enterprise-Versionen schaffen mehrere tausend.

Anwender haben die Möglichkeit, sich über die aktualisierten Archivierungssysteme auf der CeBIT in Halle 2 am Stand A38 zu informieren.

(ID:2010817)