Temperaturmanagement für NVMe-SSDs ATP setzt auf durchdachte Kühlkörper

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Der Storage-Hersteller ATP hat langjährige Erfahrung in der Produktion industrietauglicher Flash-basierter Speicherprodukte. Beim Temperaturmanagement seiner NVMe-SSDs setzt das Unternehmen auf intelligent konstruierte Kühlkörper.

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ATP setzt auf flexible und intelligente Kühlkörper.
ATP setzt auf flexible und intelligente Kühlkörper.
(Bild: APdate card solutions)

Die Gefahr der Überhitzung sei ein wichtiger Punkt bei der Konstruktion von NVMe-Produkten, fasst ATP zusammen. Temperaturüberwachung und Drosselung sind unverzichtbare Features. Allerdings bringt eine Drosselung auch immer deutliche Performance-Einbrüche mit sich. Dies ist insbesondere bei Anwendungen inakzeptabel, die eine gleichmäßig hohe Datenstreaming-Leistung benötigen.

Als Alternative zu diesem Verfahren setzt ATP auf ein intelligentes Paket aus Hardware- und Firmware-Optimierungen. Sie sollen die empfindliche Balance zwischen Leistung und Temperaturmanagement stabilisieren.

Durchdachte Kühlelemente

Der Hersteller stattet seine NVMe-SSDs mit intelligent konzipierten Kühlelementen aus. Bei der 2,5-Zoll-SSD ist das beispielsweise ein Wärmeleitblech über dem Controller. Bei den M.2-Modulen sind sogar Kühlkörper in drei Ausführungen verfügbar, etwa mit Lamellen oder Kupferfolie. Eine entsprechend modifizierte Firmware minimiert zudem die Auswirkungen der Garbage Collection auf die Performance, indem sie regelmäßige Datenaktualisierungen im Hintergrund durchführt.

Um auch individuelle Kundenanforderungen berücksichtigen zu können, hat ATP zusätzlich einen eigenen Mechanismus entwickelt. Er ist flexibel genug, um die mechanischen Rahmenbedingungen und Einschränkungen verschiedener Designs einzubeziehen. Zudem verfügt das Unternehmen über eine selbstentwickelte „Mini-Klimakammer“, in der sich verschiedene Szenarien simulieren und kundenspezifische Anpassungen des Temperaturkonzepts vornehmen lassen.

ATP stattet seine NVMe-Module und SSDs zudem mit Features aus, die von Industrial-Grade-Produkten erwartet werden. Dazu zählen etwa Advanced Power Loss Protection, LDPC ECC und End-to-End Data Path Protection. Zudem sind Produktvarianten mit einem erweiterten Betriebstemperaturbereich von minus 40 bis plus 85 Grad Celsius erhältlich.

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