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Selbstheilender RAID-Speicher mit gruppierten Laufwerken Atrato „SAID”-Speicher soll Lücke zwischen Festplatten und SSDs schließen

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Nico Litzel

Das US-Start-up Atrato hat mit dem Velocity1000 (V1000) sein erstes Speichersystem vorgestellt. Das Gerät bringt auf drei Höheneinheiten bis zu 50 Terabyte Speicherkapazität unter. „Self-maintaining Arrays of Identical Disks” (SAIDs) sollen Festplattenfehler selbst beheben. Besonders schnell soll die Performance sein: Der wartungsarme RAID-Speicher schafft über 11.000 IOPS.

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Atratos SAID Velocity1000 soll bis zu fünf Jahre wartungsfrei laufen.
Atratos SAID Velocity1000 soll bis zu fünf Jahre wartungsfrei laufen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hinter dem Unternehmen Atratos stehen die Gründer Dan McCormick und Jonathan Hall, die vormals bei Xiotech und Seagate gearbeitet haben.

Besonderheit des jetzt erhältlichen, drei Höheneinheiten großen Speichers ist eine als „SAID” bezeichnete Technik. Diese fasst Festplatten zu versiegelten Untereinheiten zusammen. Fällt eine der Festplatten aus, so sollen die übrigen Laufwerke im Verbund den Fehler kompensieren.

Laut Atrato läuft ein Speichersystem drei bis fünf Jahre, ohne dass ein Administrator eingreifen muss. Möglich machen das über 100 Patente für Selbstheilungs-Techniken, die das Unternehmen eigenen Angaben zufolge hält.

Der Speicher verfügt über redundante Systemkomponenten und Datenpfade zu jedem Laufwerk. Im Inneren des V1000 arbeiten SATA-Festplatten mit Kapazitäten von 100 bis 320 Gigabyte. Insgesamt erreicht das V1000 so eine Bruttokapazität von bis zu 50 Terabyte. Das Velocity1000 unterstützt die RAID-Level 5, 6, 10 und 50. Laut Hersteller leistet das über 11.000 IOPS und verarbeitet bis zu 3.600 parallele Datenströme.

Konkrete Preise nennt Atrato nicht. Russ Fellows, Analyst des US-Marktforschungsunternehmens Evaluator Group, gibt aber einen Anhaltspunkt: „Die Kosten pro Gigabyte sind vergleichsweise hoch, wenn es aber um hohe I/O-Raten für große Datenmengen geht, ist das System deutlich günstiger pro Terabyte als Solid-State Disks.“

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