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Kryptografie und Datenschutz

Auf der Suche nach Sicherheit in den Zeiten von PRISM

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Gesucht und gefunden: Verschlüsselter Datenaustausch

Der IndependenceKey ist vielen anderen Kryptographie-Lösungen aufgrund seiner einfachen Bedienbarkeit voraus. Hier ein Blick auf das Kontrollzentrum des Geräts.
Der IndependenceKey ist vielen anderen Kryptographie-Lösungen aufgrund seiner einfachen Bedienbarkeit voraus. Hier ein Blick auf das Kontrollzentrum des Geräts.
(Bild: Intellicomp)

Als Ergebnis präsentierte Intellicomp Anfang Juli die Schweizer Verschlüsselungslösung „IndependenceKey“ des Herstellers Quantec. Denn der VAD (Value Added Distributor) sieht sich derzeit einem sensibilisierten Markt gegenüber, der dank der Enthüllungen von Edward Snowden nach solchen Lösungen verlangt. Intellicomp gibt den Unternehmen nun mit dem IndependenceKey eine Sicherheitslösung an die Hand, die vor Datendieben und Spähangriffen schützt.

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Es handelt sich um das derzeit schnellste tragbare kryptografische Gerät auf der Welt. Mit dem in der Schweiz hergestellten Stick verschlüsseln Anwender Dateien, Ordnerstrukturen oder ganze Massenspeicher nicht nur auf Fileservern, sondern auch im oft so unsicheren Cloud-Speicher. Auf diese Weise kann der Anwender auch verschlüsselte Informationen via E-Mail, Dropbox, Microsoft SkyDrive und jeden anderen Cloud-Speicher oder File-Sharing-Dienst versenden.

Alle vertraulichen Daten sind vollständig gegenüber ungewolltem Zugriff sowie Viren, Trojanern, Man-in-the-Middle-Attacken etc. geschützt. Über den hochsicheren Kennwortspeicher des IndependenceKey können Nutzer zudem Passwörter, Bank- und Zugangsdaten sicher aufbewahren und verwalten.

Der IndependenceKey verschlüsselt dazu jede Datei mit einem eigenen Schlüssel. Die Originaldatei kann dabei, je nach Bedarf, spurlos und unwiederbringlich zerstört werden. Sie würde dann durch die verschlüsselte Information eins zu eins ersetzt. Dank des Sticks hinterlässt der Benutzer bei der Arbeit mit den Daten auch keinerlei Informationsspuren, die von Angreifern verwertet werden könnten. Temporär erstellte Dateien, die beispielsweise beim Öffnen eines Word-Dokuments entstehen, werden nicht auf der Festplatte, sondern in einem ebenfalls verschlüsselten und flüchtigen Arbeitsspeicher hinterlegt. Diese temporären Dateien sind nach dem Schließen des eigentlichen Dokuments nicht wiederherstellbar.

Auch der direkte Datenaustausch ist möglich. Dazu benötigen beide Seiten einen IndependenceKey, den sie in den USB-Port ihres PC oder Laptops einstecken. Um auf die verschlüsselten Dateien bzw. Informationen zugreifen zu können, müssen die Anwender zuvor einmalig ihre Sicherheitsschlüssel austauschen. Dazu verbinden sie die beiden Sticks miteinander (Pairing) – entweder physisch, indem beide IndependenceKeys einfach aufeinandergesteckt werden, oder remote und verschlüsselt per Internetverbindung.

Die Dateien sind anschließend nur noch von autorisierten Personen lesbar. Dritten ist es unmöglich, Einblick in die Daten zu erhalten bzw. diese zu verändern, geschweige denn zu stehlen – was auch den internen Datendiebstahl in einem Unternehmen verhindert. Denn nicht immer kommen die „Angreifer“ von extern.

Die dynamische Blockverschlüsselung des IndependenceKey sorgt zudem dafür, dass Benutzer wie gewohnt mit den eigenen Daten arbeiten können. Wird ein Dokument verändert, aktualisieren sich nur dessen geänderte Bereiche auf dem Cloud-Speicher. Dadurch sparen Firmen Bandbreite ein, und die Speichervorgänge laufen schneller ab. Jeder IndependenceKey besitzt eine eigene ID und eine sogenannte „Security Cap“.

Die Security Cap fungiert als Backup-System für die gespeicherten Schlüsseldaten des IndependenceKey. Sie ist eine 1:1-Assoziation des dazugehörigen Sticks. Dieser ist darüber hinaus das einzige portable kryptografische Gerät, das mit einem USB-Host-Anschluss ausgestattet ist, um sich mit Flash-Laufwerken, Headsets für sichere VoIP-Anrufe und anderen USB-Geräten zu verbinden.

Fazit: Datensicherheit geht jeden an

Die Berichterstattung rund um PRISM hat die Menschen wieder mehr für das Thema Datenverschlüsselung sensibilisiert – aber konkrete Maßnahmen ergreifen nur die wenigsten. Vor allem der deutsche Mittelstand wähnt sich in Sicherheit – ein Trugschluss.

Gerade Geschäftsführer, IT-Leiter & Co. sollten sich der ständigen Gefahren jedoch bewusst sein. Vor allem das vermehrte Arbeiten in und mit der Cloud birgt Risiken. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Absicherung eigener Daten – ob privat oder geschäftlich – jeden angeht. Hier sind Tools gefragt, mit denen sich User effektiv schützen können. Der IndependenceKey ist eine davon.

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