Backup, Archivierung und Datenmigration auf dem Mac OS X

Auftragsverluste in der Pre-Press-Produktion vermeiden

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Empfehlungen zum sicheren Backup

Um ein Backup von zig Terabyte anzulegen, empfiehlt sich im Apple-Umfeld ein Disk-to-Disk-to-Tape Backup. Im ersten Schritt werden die Daten der zu sichernden Rechner, inklusive der Datei-Versionen, auf ein weiteres Disk-System gesichert.

Anschließend erfolgt die Sicherung völlig zeitunkritisch nachts auf Bänder. Im Bedarfsfall können die auf Disk gesicherten Daten mittels AFP direkt auf Datei-Ebene restauriert werden, was ein Anwender in der Regel sogar ohne Hilfe eines Administrators ausführen kann.

Durch die zusätzliche Sicherung auf Band kann der Anwender seine Daten auch außerhalb des Betriebes in einem Safe oder Schließfach sicher aufbewahren, was einen weiteren Schutz gegen Manipulation, Diebstahl und Elementarschäden wie Wasser oder Feuer bringt.

Unterschiede unter Mac OS X und Windows

Im Macintosh-Umfeld existiert eine Reihe weiterer Datei-Formate, darunter Helios, Netatalk und Apple Xsan. Die verwendete Sicherungs- und Archivierungs-Software muss daher sicherstellen, dass alle verwendeten Sonderformate auch unterstützt werden und bei einer Rücksicherung wieder verfügbar sind.

Darüber hinaus ist Mac OS X sehr schnelllebig, sodass Betriebssystem-Updates durchaus eine Änderung des Sicherungsstrategie zur Folge haben können.

Ein weiterer deutlicher Unterschied: Unter Windows gilt zumeist die Regel „Never change a running system“. Der Mac-Anwender klickt bei jedem verfügbaren Update lieber auf „Installieren“.

Organisation des Secondary-Speicherbereiches

Als generelle Faustregel gilt, im MAC- wie auch im Windows-Umfeld, dass nur 20 Prozent der Daten auf einem Produktionssystem tatsächlich aktuell benötigt werden. Um den vorhandenen Platz optimal zu nutzen, könnten also gut 80 Prozent der Daten auf günstigere Speicherorte ausgelagert werden.

Bleibt nur die Frage, welche Daten nicht regelmäßig benutzt werden. Tools wie der MediaManager Archiver PRO führen eine Auswertung nach frei festlegbaren Kriterien (Alter von Dateien, letzter Zugriff etc.) automatisch durch, um bestimmte Daten auf ein günstigeres Speichermedium, z.B. ein Archiv auf Band oder einem Kosten günstigeren Disk-System, zu migrieren.

Über moderne Techniken wie CDP und D2D2T und zeitgemäße Verfahren, die das tägliche Backup einfacher und sicherer machen könnten, sind die meisten Anwender leider kaum informiert.

Hier gibt es erheblichen Nachholbedarf. Zu wenig Apple-Händler und Systemhäuser kennen sich mit den Themen Backup und Archivierung gut aus. Dabei lassen sich speziell mit diesen Themen deutlich bessere Margen erzielen als mit dem reinen Verkauf von Apple-Produkten.

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