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Studie zu den Backup-Gewohnheiten europäischer Unternehmen Ausgefallene IT-Systeme stehen ganze Tage und Wochen still

| Redakteur: Nico Litzel

Viele kleine und mittelständische Unternehmen setzen ihre Produktivität und Profitabilität aufs Spiel, indem sie ihre Daten nur unzureichend oder überhaupt nicht sichern. Fällt dann ein IT-System aus, so sind viele IT-Verantwortliche zwischen einem Tag und einer ganzen Woche mit dessen Wiederherstellung beschäftigt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Acronis und dem Forschungsunternehmen Vanson Bourne.

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Nur zehn Prozent der befragten deutschen IT-Unternehmen sehen sich in der Lage, ihre IT-Systeme nach einem Hadrwareschaden oder Virenbefall innerhalb einer Stunde wieder zum Laufen zu bringen.
Nur zehn Prozent der befragten deutschen IT-Unternehmen sehen sich in der Lage, ihre IT-Systeme nach einem Hadrwareschaden oder Virenbefall innerhalb einer Stunde wieder zum Laufen zu bringen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Acronis und Vanson Bourne haben die IT-Verantwortlichen von 600 kleinen und mittelständischen europäischen Unternehmen (250 bis 1.000 Mitarbeitern) nach deren Backup-Gewohnheiten befragt. 56 Prozent der deutschen Studienteilnehmer haben angegeben, nach einem Systemausfall eine Wiederanlaufzeit von einem Tag bis zu einer Woche zu benötigen. Bei den französischen Nachbarn sieht es mit 54 Prozent nicht viel besser aus.

Negativer Spitzenreiter ist Großbritannien: Ganze 70 Prozent der befragten Administratoren brauchen bis zu einer Woche, um ein System wieder aufzusetzen. Nur zehn Prozent der befragten deutschen IT-Verantwortlichen sind dagegen eigenen Angaben zufolge in der Lage, IT-Systeme nach einem Hardwareschaden oder einem Virenbefall binnen einer Stunde wieder zum Laufen zu bringen.

Fünf Prozent verzichten auf Server-Backups

Laut Acronis zeige der internationale Vergleich der Backup-Gewohnheiten, dass sich noch immer viele Unternehmen auf dünnem Eis bewegten. Während ein Viertel aller befragten Unternehmen in Deutschland, Frankreich und England immerhin auf eine manuelle Sicherung ihrer Desktop-PCs und Notebooks setzten, verzichteten 19 Prozent komplett auf deren Backup. Bei Servern halten 14 Prozent der deutschen Studienteilnehmer eine manuelle Sicherung für ausreichend, fünf Prozent erstellen hingegen keine Server-Backups.

Einsprechend gering ist auch das Vertrauen deutscher Unternehmen, Daten nach einem Systemausfall reibungslos und vollständig wiederherstellen zu können: Neun Prozent der IT-Verantwortlichen gaben an, sich nur geringe oder keine Hoffnungen zu machen, einen Hardwareschaden oder Virenbefall ohne Datenverlust überstehen zu können. Nahezu ein Viertel (22 Prozent) sehen der Chance für eine Wiederherstellung weder besonders zuversichtlich noch besonders pessimistisch entgegen. Laut Acronis könne das als Zeichen für unzureichende Recovery-Tests gesehen werden.

„Mit Blick auf diese Ergebnisse ist es immer wieder überraschend, dass viele Unternehmen offensichtlich den Wert ihrer Daten nicht kennen und oft blind auf zum Teil veraltete Sicherungskonzepte vertrauen”, kommentiert Michael Hon-Mong, Geschäftsführer der Acronis Germany GmbH. „Für Ausfallzeiten ist in der heutigen Geschäftswelt kein Raum mehr und vor allem Firmen kleiner und mittlerer Größe können den mit einem Systemausfall verbundenen Geschäftsschaden nur schwer oder gar nicht verkraften. Dabei muss ein funktionierendes Backup- und Wiederherstellungskonzept nicht kompliziert sein und kann in wenigen einfachen Schritten umgesetzt werden.“

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie weitere Informationen zur Studie stellt Acronis im Web zur Verfügung.

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