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Datensicherung im Zeitalter von VMware und Hyper-V Backup im virtualisierten Rechenzentrum – eine Einführung

| Autor / Redakteur: Frédéric Renard, Arkeia / Nico Litzel

Die Vorteile einer Virtualisierung sprechen für sich: eine bessere Server-Auslastung, ein einfacheres Workload Management, ein geringerer Energieverbrauch und somit deutlich geringere Kosten. Viele Backup-Konzepte aus der Zeit der physischen Server greifen allerdings im virtuellen Rechenzentrum nicht mehr und bedürfen einer Überarbeitung. Auch die Backup Software selbst muss dem jeweiligen Virtualisierungsgrad angepasst werden.

Arkeia Network-Backup gibt es in drei verschiedenen Formen. Damit lässt sich das System auch in gemischten physisch-virtuellen Infrastrukturen einsetzen. Eine Vielzahl von Agents schlägt dabei Brücken zu den unterschiedlichen Plattformen. (Grafiken: Arkeia)
Arkeia Network-Backup gibt es in drei verschiedenen Formen. Damit lässt sich das System auch in gemischten physisch-virtuellen Infrastrukturen einsetzen. Eine Vielzahl von Agents schlägt dabei Brücken zu den unterschiedlichen Plattformen. (Grafiken: Arkeia)
( Archiv: Vogel Business Media )

Wer sein Rechenzentrum virtualisiert, der zieht vor allem neue Trennschichten ein. Zwischen Hardware und Betriebssystem wird ein sogenannter Hypervisor installiert. Erst auf diesem setzen dann die Betriebssysteme und letztlich die Programme auf. Dieses Konzept bietet die bekannten Vorteile. Mehrere Betriebssysteme und Programme können auf ein und demselben Server laufen, ohne sich gegenseitig zu behindern. Damit wird die Hardware wesentlich besser ausgelastet. Das spart Energie bei Betrieb und Kühlung und macht teure Erweiterungen überflüssig.

Backup Agents als Datensammler

Im Gegensatz dazu zielt das Backup-System eher auf eine Zusammenführung. Zeitgemäße Netzwerk-Backup-Programme arbeiten heute mit einem zentralen Backup Server und sogenannten Backup Agents. Diese sind speziell für bestimmte Betriebssysteme und Programme optimiert. Damit wird auch ein Backup in heterogenen Software-Konfigurationen möglich. Prinzipiell lässt sich dieses Konzept der Backup Agents auch in virtuellen Servern weiter verfolgen. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten.

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Auslastung schafft neue Probleme

Virtualisierung bedeutet in jedem Fall mehr Auslastung für die Hardware, denn das ist ja gerade das Ziel. Zu bedenken ist allerdings, dass auch ein Backup Agent Rechenleistung und vor allem I/O-Ressourcen benötigt. Die Hardware wird also nicht mehr nur von Virtual Machines belastet, sondern auch von einer Vielzahl von Agents, die jeweils bestimmte Applikationsdaten absichern. Während in traditionellen Architekturen die physischen Server oft zu weniger als 20 Prozent ausgelastet sind, kann es im virtualisierten Rechenzentrum schon mal eng werden mit der Performance. Man sollte bei der Auslastungsplanung also auch Reserven für die Backup Software einplanen.

Weiter mit: Risiken ändern sich mit der Virtualisierung

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