Datensicherung höher priorisieren

Backup-Kultur hat noch Verbesserungspotenzial

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services und Security-Experte im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services und Security-Experte im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. (Bild: eco)

Zum vergangenen World Backup Day hat der eco – Verband der Internetwirtschaft dazu aufgefordert, ein stärkeres Bewusstsein für das Thema Datensicherung zu entwickeln. In Deutschland habe die Backup-Kultur noch Verbesserungspotenzial.

Backups retten zwar Daten, sind aber hierzulande noch lange nicht in angemessenem Maße üblich, findet der Fachverband. Demnach verlieren Unternehmen und Privatpersonen täglich unwiederbringliche Daten und Erinnerungen. „Backups sind nicht nur Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit in unserer digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt“, meint Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services und Security-Experte von eco.

Besonders hoch sei das Risiko für Datenverlust in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie bei Privatpersonen. In großen Firmen gehören Datensicherungssysteme dagegen zum Alltag. Deren Sinn wird durch ein Ergebnis der IT-Security-Studie 2017 von eco unterstrichen: Demnach konnten 78 Prozent der Firmen nach einem Ransomware-Vorfall ein Backup zurückspielen.

Backups sind unkompliziert

Mittlerweile sind Datenbackups einfacher denn je. Sicherungen lassen sich auch im privaten Bereich mit überschaubarem Aufwand realisieren. Cloud-Lösungen oder externe Speichergeräte sind mittlerweile alltäglich. Allerdings müssen die Anwender mitspielen: „Die Datensicherung des Computers und der mobilen Geräte sollte wie das tägliche Zähneputzen zu einem unverzichtbaren Ritual werden“, betont Schaffrin.

Der eco-Verband nannte zudem die drei häufigsten Szenarien für Datenverluste: Demnach gehen Informationen vor allem bei technischen Defekten (33 Prozent), zufälligen Beschädigungen von Geräten (18 Prozent) sowie bei Attacken durch Trojaner, Viren oder Cyberkriminelle (13 Prozent) verloren.

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