HP StoreOnce Virtual Software Appliance

Backup von zehn Terabyte geht auch virtuell

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Dave Donatelli, General Manager der HP-Storage-Gruppe
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Dave Donatelli, General Manager der HP-Storage-Gruppe (Bild: HP)

Die „HP StoreOnce Virtual Software Appliance“, kurz VSA, ist eine Software Appliance, die Service Provider, kleine und mittelständische Unternehmen und Niederlassungen einsetzen sollen, um Strom, Platz und Investitionen einzusparen. HPs Software Appliance ist zudem mandantenfähig und erlaubt es so Service Providern, ihren Kunden Backup as a Service anzubieten.

Mit der Virtual Software Appliance der Backup-Baureihe HP StoreOnce fügt HP einen weiteren Baustein in die StoreOnce-Serie ein, die Backup und Recovery-Dienste zur Verfügung stellt. Vom kleinsten Modell (vier Terabyte) bis zum größten Boliden (bis zu 768 Terabyte Rohdaten) will HP nun eine durchgehende Modellreihe als Migrationspfad bereitstellen.

Das Besondere an der VSA: Sie passt in eine Software-defined-Welt des Datacenters und erfordert folglich eine entsprechende Umgebung. Das ist aber angeblich kein Problem, denn diese neue Software-defined-Welt wird ja bereits von VMware und Microsoft bereitgestellt.

Überkapazität fürs Backup einsetzen

Craig Nunes, VP Worldwide Marketing Storage Division, erklärte den Einsatzbereich genauer: „Wenn der Kunde einen leistungsfähigen HP Proliant oder anderen virtualisierten Server mit Dutzenden von Festplatten hat, dann sind diese nie ganz ausgelastet, ebenso wenig der RAM, der im Proliant fast ein Terabyte erreichen kann.“ Diese Überkapazität könne der Kunde nutzen, um eine VSA fürs Backup zu betreiben. „Das setzt also keine vorhandene Storage-Infrastruktur voraus“, so Nunes weiter. Wer Replikation oder ein zweckgerichtetes Backup neben seinen Geschäftsanwendungen auf einem System wolle, dem könne die VSA beides bieten, ohne neuen Platzbedarf, nicht einmal im Server.

„HP möchte, dass Millionen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Service Provider die VSA einsetzen“, sagt Dave Donatelli, General Manager der Storage-Gruppe. Kleine und mittlere Unternehmen erhielten mit der VSA eine „Single-tenant Converged Infrastructure in a box“, so Donatelli weiter. Die zweite Zielgruppe sind natürlich kleine bis mittelgroße Service Provider, die ihren Kunden preisgünstig „Backup & Recovery as a Service“ anbieten wollen. „Diese bekommen mit der VSA eine mandantenfähige Storage-Umgebung“, erklärt Donatelli.

Mit Niederlassungen (Remote Sites) spricht HP eine dritte Zielgruppe an. „Niederlassungen, Vertretungen, Filialen usw. profitieren von den Möglichkeiten zur Replikation, Datenkonsolidierung durch Deduplizierung und Mobilität an der Unternehmensgrenze“, erläutert Donatelli. „Alle drei Zielgruppen sollen mit der VSA von 65 Prozent weniger Kosten, 50 Prozent weniger Platzbedarf im Rack und 73 Prozent weniger Energiekosten profitieren.“ Als Vergleichsbasis zieht er auf Hardware basierende Enterprise-Backup-Lösungen heran, etwa von Symantec oder IBM Tivoli.

Freiheit bei der Wahl der Backup Software

Der Nutzer kann aber dennoch die Backup Software seiner Wahl verwenden. Sie wird über die HPs Konsole „HP StoreOnce Catalyst“ verwaltet. Die VSA lässt sich entweder zentralisiert in einer Federated-Umgebung einsetzen oder als Peer-Kombination aus VSA zu VSA. Die Details erklärt das Datasheet zur HP StoreOnce VSA.

Auch Craig Nunes ist klar, dass HP mit der VSA in neue Märkte vorstößt, die es nur mit dem indirekten Kanal erobern kann. Aber diese neue Strategie wurde ja bereits im Frühjahr verlautbart und mit einer Investition von einer Milliarde Dollar deutlich untermauert. „Mit der Virtual Software Appliance von StoreOnce“, so der Marketer Nunes, „kann ein Value Added Reseller die ganze Bandbreite seiner Kunden unterstützen, vom Rechenzentrum eines Service Providers über die Niederlassung bis zum KMU-Kunden.“ Er bestätigte, dass neben VARs auch ISVs infrage kommen, um als HP-Partner am Vertrieb der VSA teilnehmen zu können. ISVs würden dann zusammen mit VARs einen Mehrwert anbieten.

Die HP StoreOnce VSA soll am 22. Juli zu einem Preis von 3.500 US-Dollar (zehn Terabyte Kapazität) auf den Markt kommen.

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