Speichertechniken für den Schutz und die Archivierung von großen Datenmengen

Bandspeicherbibliotheksystem von IBM bietet bis zu 2,7 Exabyte Kapazität

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IBM verdoppelt Durchsatz bei SONAS

Neuerungen gibt es zudem bei SONAS (Scale-Out NAS). Das von IBM entwickelte System kann auf über 14 Petabyte geclusterten Speicher hochskaliert werden und bietet nun in der aktuellen Version einen doppelt so hohen Durchsatz sowie schnellere Antwortzeiten im Vergleich zu den Vorgängersystemen. Zudem werden nun auch Anti-Virus-Applikationen unterstützt, sodass sich Anwender besser vor Viren und Malware schützen können: Archivierte Daten werden gescannt und betroffene Dateien isoliert oder gelöscht.

Darüber hinaus unterstützt SONAS jetzt das offene Standardprotokoll NDMP (Network Data Management Protocol). Mit Anwendungen, die NDMP unterstützen, lassen sich große Datenmengen in SONAS speichern und gleichzeitig schützen. IBMs Scale-Out-NAS-System kann dabei sowohl als NDMP-Client als auch als NDMP-Server eingesetzt werden, um etwa bestehende Clients zu sichern.

IBM verbessert zudem das „IBM Information Archive for eMail, Files and eDiscovery“, eine vorinstallierte, vorkonfigurierte Archivlösung. Aufgrund vorintegrierter Hardware, Software und Services kann das Information Archive die Installations- und Implementierungskosten eines Speicherarchivs Herstellerangaben zufolge um bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Aufbau einer Lösung aus Einzelkomponenten reduzieren. Die Lösung sei erfahrungsgemäß innerhalb weniger Tage einsetzbar, erklärt IBM.

TS7650 jetzt mit Many-to-many-Replizierung

IBM hat darüber hinaus der Deduplizierungslösung IBM System Storage TS7650 Protectier Deduplication Solution eine zusätzliche Many-to-many-Replizierungsfunktion spendiert. Unternehmen mit mehreren Rechenzentren können damit ihre gespeicherten Daten automatisch zwischen den einzelnen Orten replizieren, sodass mehrere Kopien von wichtigen Daten gespeichert und bei Bedarf schnell wieder hergestellt werden können.

Auch die TS7700-Virtual-Tape-Librray-Familie hat Big Blue aktualisiert, sodass diese nun bis zu zwei Millionen virtuelle Bandkassetten bereitstellen können. Darüber hinaus kommt nun Power7-Technik zum Einsatz, die die Leistung IBM zufolge „signifikant“ verbessert.

Neues GUI für Disk- und Virtualsierungsprodukte

Auch bei der Benutzerführung hat IBM eine Neuerung angekündigt: Der Hersteller hat für seine Disk- und Virtualisierungsprodukte eine einheitliche Benutzeroberfläche geschaffen, die sich an das GUI des XIV-Plattensystems anlehnt. Mit dieser Anpassung, die auch ein Online-Performance-Monitoring enthält, soll ein Nutzer in der Lage sein, fast ohne Lernaufwand diese Plattformen administrieren zu können, verspricht IBM.

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