Storage-Managementrekorde: 15 Sekunden bis zur nächsten LUN

Beim Management von Speichersystemen zeigt sich der Sparwille

31.12.2010 | Redakteur: Rainer Graefen

Mit Unified Scale Out Storage will Isilon (EMC) nun auch das Block-orientierte Protokoll iSCSI mt Speicherkapazität bedienen.
Mit Unified Scale Out Storage will Isilon (EMC) nun auch das Block-orientierte Protokoll iSCSI mt Speicherkapazität bedienen.

Die Debatte über Cloud Computing respektive Cloud Storage überlagert aktuell jede vernünftige Auseinandersetzung über bessere Speichersysteme. Dabei werben immer mehr Storage-Hersteller mit dem Begriff Unified Storage für eine neue Weltsicht.

Die Cloud, daran besteht fast überall kein Zweifel, wird die Kosten der IT-Abteilungen „signifikant“ senken. Ein Blick auf den vor wenigen Tagen veröffentlichten Gartner Hype Cycle of 1.800 Emerging Technologies dürfte jedoch einige Auguren schockieren.

Danach hätte private Cloud Computing gerade den „peak of inflated expectations“ überwunden und muss jetzt erst mal zwei bis fünf Jahre durch das tiefe Tal der Tränen waten, um irgendwann das Produktivitätsplateau etablierter IT-Technik zu erreichen.

Der RAID-Controller beherrscht das Speichersystem

Aus der Sicht von Storage-Insider lassen sich allerdings auch ohne Cloud mit moderner Speichertechnik Potenziale zur Kostenreduzierung entdecken, die vor allem das einfachere Management betreffen.

Ein Blick zurück in die „guten“ 80er Jahre, aus der fast alle Konzepte der gegenwärtigen Speichertechnik stammen, soll dies verdeutlichen. Der Raid-Controller, ob intern oder extern ist unwichtig, ist immer noch das zentrale Element, an den sich die Speichermedien ankoppeln müssen und über die sie verwaltet werden.

Abhängig von der Leistungsfähigkeit dieser zentralen Komponente, lassen sich Speicher-Subsysteme skalieren. Speichersysteme, die als Scale-Up-Architektur auf die Welt kommen, können heute mehrere Tausend Festplatten aufnehmen.

Modulare Systeme respektive Scale-Out-Architekturen starten mit zehn bis zwanzig Festplatten und können flexibel in Größenordnungen von einigen zig Modulen erweitert werden.

Durch die Modultechnik kann der Kunde mit einem tiefer gelegten Einstiegspreis starten, geht es um Performance, höchste Verfügbarkeit und extremen Kapazitätsausbau, haben die Scale-Up-Systeme die Nase vorn.

Viel Verwaltungsarbeit bis aus HD-Kapazität Speicherplatz wird

Unabhängig von einer Scale-up- oder Scale-Out-Architektur müssen Administratoren den Speicherzugriff über viele Schritte aufbauen: Festplatten müssen zu Raid-Gruppen zusammengefügt werden.

Danach sind Raid-Gruppen zu administrieren, um eine ausgewogene Performance unter unterschiedlichen Lastzuständen zu bekommen, logische Volumes (LUNs) sind anzulegen und auch diese sind zu administrieren.

Eventuell wird das Speichersystem nicht direkt angeschlossen, sondern per SAN oder NAS mit dem Server verbunden. (Kleine Frage am Rande: Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einem NAS und einer Cloud?).

Darüber spannen verwegene Speichermanager noch ein SAN-Verwaltungsmanagement, um größere Block-orientierte Speicherkapazitäten zu schaffen. Und schlußendlich benötigt man noch ein Dateisystem, um unstrukturierte Daten ablegen zu können.

Das kann dann entweder Windows NTFS, oder ein Linux ReiserFS für die kleineren Datenmengen sein. Man kann mit viel Managementaufwand jedoch auch ein globales Filesystem wie SAM FS oder GPFS installieren. In jedem Fall steckt viel Arbeit in der Aufbereitung einer dummen Festplatte zum Speichermedium.

weiter mit: Auf der Dateiebene vereinfacht sich das Management

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