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Nachlese Storage Networking World Europe 2009 Besucherrekord dank Datacenter Technologies und Virtualization World

Redakteur: Nico Litzel

Das Konzept des Branchenverbandes SNIA (Storage Networking Industry Association), die Storage Networking World (SNW) Europe um die Themengebiete Rechenzentrumsinfrastruktur und Virtualisierung zu erweitern, ging auf: Über 1.500 Besucher kamen ins Frankfurter Congress Center, um sich über aktuelle Entwicklungen im Storage- und Datacenter-Bereich wie Cloud-Storage und Solid State Disks zu informieren.

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Marketing-Gag: Demonstranten empfingen die Besucher der SNW Europe im Frankfurter Congress Center
Marketing-Gag: Demonstranten empfingen die Besucher der SNW Europe im Frankfurter Congress Center
( Archiv: Vogel Business Media )

Das war die bisher erfolgreichste SNW Europe: Am Dienstag, dem Eröffnungstag, nahmen über 1.200 Teilnehmer an der Messe teil, davon fast 900 Endkunden und Reseller. Am Mittwoch zählten die Veranstalter 1.100 Teilnehmer mit fast 800 Endkunden und Resellern. Insgesamt, so die SNIA, haben 1.536 Besucher die Gelegenheit Ende Oktober in Frankfurt wahrgenommen, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor fanden rund 1.400 Teilnehmern den Weg ins Congress Center.

Die Hersteller zeigten sich überwiegend zufrieden mit dem Messeverlauf. Die SNW biete, so die vorherrschende Meinung, eine exzellente Gelegenheit, mit Anwendern ins Gespräch zu kommen. Dabei sei besonders die hohe Zahl an Fachbesuchern erfreulich. Craig Nunes, Vizepräsident Marketing von 3PAR: „Die SNW Europe hebt sich von den anderen Storage-Networking-World-Konferenzen weltweit durch die hohen Teilnehmerzahlen und die Betriebsamkeit ab – nicht nur im Ausstellungsbereich, sondern auch in den Präsentationen und Tutorien. Als Industrieplattform ist die SNW Europe unschlagbar. Sie ist ganz einfach die beste Veranstaltung, wenn man sich nicht nur über Storage, sondern auch über Virtualisierung und die Cloud informieren will.“

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Solid State Disks und die „Cloud“ waren dieses Jahr bestimmende Themen: Zahlreiche SNIA-Tutorials widmeten sich dem Einsatz der schnellen Halbleiterspeicher und dem viel und teilweise kontrovers diskutierten Ansatz, Daten in der Wolke zu speichern.

Virtualization World und Datacenter Technologies

Auch das neue Konzept, parallel zur SNW Europe zwei Fachmessen zu Rechenzentrumsinfrastruktur und Virtualisierung anzubieten, bewertet Nunes positiv: „Es war eine kluge Entscheidung, den Fokus der diesjährigen Veranstaltung zu erweitern. Durch Virtualisierung werden die Grenzen zwischen Server und Storage immer verschwommener, und die Veranstalter haben es geschafft, alle für die Zielgruppe relevanten Themen in einer einzigen Konferenz zu bündeln.“

Die Veranstaltung sei ein voller Erfolg für 3PAR gewesen. Rund ein Drittel der teilnehmenden Endanwender hätten am Stand von 3PAR vorbeigeschaut, um sich über Utility Storage und Cloud Computing sowie die neuen Thin-Techniken des Unternehmens zu informieren, so Nunes.

Weiter mit: Universal Converged Network Adapter von Emulex

Universal Converged Network Adapter von Emulex

Bei Emulex stand der Messeauftritt ganz im Zeichen von Netzwerkkonvergenz. Der Hersteller zeigte auf der SNW Europe seine jüngste Produktlinie, die die Bezeichnung „OneConnect Universal Converged Network Adapters“ (UCNAs) trägt. OneConnect ist eine Single-Chip-Lösung, die Anwender in die Lage versetzen soll, auf Basis von 10-Gigabit-Ethernet Rechenzentren einfacher zu vernetzen und auch zu verwalten.

„Das Herangehen von Emulex an die Netzwerkkonvergenz ist serverzentriert, was heißt, dass wir eine einzelne Architektur und Produktpalette bieten, die den 10 GB/s-Ethernet-Übergang für Server und Virtualisierung ermöglicht. Emulex liefert eine komplette Suite von Ethernet-basierten E/A-Produkten für den Server, die für Local Area Network (LAN) on Motherboard (LOM), Blade und Standard-PCI Express-Adapteranwendungen optimiert sind und über das bloße Aktivieren von Speicherprotokollen hinausgehen“, erläutert Steve Daheb, Chief Marketing Officer und Senior Vice President für Unternehmensentwicklung von Emulex.

Die Emulex OneConnect-Produktfamilie ist erhältlich als 10 GB/s-Hochleistungs-Ethernet-Network-Adapter (OCe10102-N), 10 GB/s-iSCSI Adapter (OCe10102-I) und als 10-GB/s-FCoE-Converged Network-Adapter (OCe10102-F). Die OneConnect-Adapter unterstützen einen vollen TCP/IP-Hardware-Offload, darunter TCP Chimney, und es können optional Hardware-Offloads für iSCSI oder FCoE hinzugefügt werden.

Dedup-Appliances für den Mittelstand von Quantum

Deduplizierung ist teuer und komplex, daher zögerten noch viele mittelständische Unternehmen bei der Implementierung, stellt die Enterprise Strategy Group fest. Mit der DXi6500-Produktfamilie, die aus fünf vorkonfigurierten Modellen für mittelgroße Umgebungen mit einem Primärdatenaufkommen von drei bis 30 Terabyte besteht, will Quantum diese Einstiegshürden senken. In den Geräten sind Intels jüngster Chip-Set und Solid State Disks verbaut. Darüber hinaus bieten sie eine 10-Gigabit-Ethernet-Anbindung. Allerdings lässt sich bei der Midrange-Familie im Gegensatz zum Enterprise-Modell Dxi7500 die Deduplizierung weder auf Wunsch abschalten noch das Dedup-Verfahren ändern. Dafür sollen die Geräte besonders einfach zu installieren und zu verwalten sein. Zudem liegt den Dxi6500-Modellen ab Werk Quantums Software „esXpress“ bei, die Backups in VMware-Umgebungen optimiert.

Weiter mit: Filestore von Symantec

Filestore von Symantec

Symantec informierte im Frankfurter Congress Center unter anderem über die Speichersoftware Filestore. Mit dieser können Unternehmen eigene Storage-Dienste in Form von privaten oder öffentlichen Clouds aufsetzen. Filestore arbeitet plattformunabhängig und unterstützt so jede Standard-Hardware.

Besonders stolz ist der Hersteller auf die Performance: Ein System auf Basis von Filestore hat in Tests mit dem Verfahren „SPECsfs2008_nfs.v3“ exakt 179.728 Rechenoperationen pro Sekunde bewältigt. Die Antwortzeit lag bei 1,7 Millisekunden. Damit habe Symantec die Ergebnisse des Modells NetApp FAS6080 vom August bei Durchsatz um 47 Prozent und bei den Antwortzeiten um 14 Prozent übertroffen.

Nahtlose Integration

Filestore bindet nahtlos alle Sicherheits- und Verwaltungslösungen von Symantec ein, einschließlich Symantec Netbackup und Endpoint Protection. Diese Zusatzdienste werden direkt auf die bis zu 16 Nodes aufgespielt. Da diese Services direkt auf den Filestore-Systemen laufen, werden Leistungsengpässe verhindert, der Betrieb vereinfacht und die Sicherheit erhöht, so Symantec.

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