Schnelle Router und Einschübe, einfaches Management und Upgrade

Brocade öffnet den Weg in eine konvergente 100-GbE-Zukunft

16.09.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die größte Ausführung des Brocade-Router MLXe bietet 32 Ports für 100 Ggigabit Ethernet, Bild: Brocade
Die größte Ausführung des Brocade-Router MLXe bietet 32 Ports für 100 Ggigabit Ethernet, Bild: Brocade

Mit einer Reihe von Produktankündigungen will Brocade LANs in einen Geschwindigkeitsrausch versetzen und den Weg zu konvergenten Netzen frei machen. Die High-End-Router „MLXe“, die sich im Core und auf der Aggregations-Ebene einsetzen lassen, bieten Terabit-Trunking, das „100-GbE-Blade“ kommt mit je zwei 100-Gigabit-Ports und der „Brocade Network Advisor“ erlaubt ein gemeinsames Management von SANs, LANS und WLANs.

Der jetzt angekündigte Router MLXe und das auf IEEE-Standards basierende 100-GbE-Blade sind Teil der Unified-Network-Architektur „Brocade One“. Das hat unter anderem zur Folge, dass das Blade mit den zwei Modulen für je 100 Gigabit Ethernet (GbE) Wire-speed sich sowohl in die angekündigten MLXe-Chassis als auch in die bisher verfügbaren „MLX“- und „XMR“-Modelle einbauen lässt. Unternehmen, die bereits MLX Router einsetzen, können damit die Leistung und Vorteile von 100 GbE nutzen.

Ein Zwei-Port-Modul kostet 194.995 Dollar, kann jetzt bestellt werden und ist in der ersten Hälfte 2011 lieferbar. Damit liegt der Preis für einen Port unter 100.000 Euro. „Das ist in der Branche einmalig“, sagt Heiko Schrader überzeugt, Regional Sales Director in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Brocade. Derzeit finden erste Feldtests statt.

Die angekündigten 100 GbE-Blades sollen nur einen Teil vergleichbarer Wettbewerbsangebote kosten und zusammen mit den Brocade MLXe Routern den ersten Terabit/s Trunk ergeben. Bild: Brocade
Die angekündigten 100 GbE-Blades sollen nur einen Teil vergleichbarer Wettbewerbsangebote kosten und zusammen mit den Brocade MLXe Routern den ersten Terabit/s Trunk ergeben. Bild: Brocade

Mit diesen Blades biete Brocade insbesondere den Service-Providern im Vergleich zum Wettbewerb eine vierfache 100-GbE-Port-Dichte zu einem Achtel der Kosten vergleichbarer Router. Das wiederum bedeute: weniger Overhead und geringere Kosten für mehr Traffic, beziehungsweise pro Bit.

Die wichtigsten Details des 100 GbE Blade

Auch in den Rechenzentren, in denen 100 GbE erst langsam Einzug hält, können die neuen Blades für weniger Kabel und zu konfigurierende Verbindungen sorgen, insbesondere zwischen Core und Aggregations-Ebene in großen Netzwerken. Die Module sorgen für eine extrem hohe Geschwindigkeit, die für die Verbindung zwischen Datenzentren gebraucht werden, und bereiten die Weg in die 100-GbE-Welt vor.

Erleichtert wird die Entscheidung für ein 100-GbE-Blade dadurch, dass es die Möglichkeit gibt, zunächst nur einen 100-GbE-Port freizuschalten. Die Kunden können mit der Option „Port an Demand“ das Modul kaufen, ohne den zweiten Port zu nutzen, ihn aber nachträglich aktivieren. Zudem sind die Schnittstellen mit dem IEEE-Standard 802.3ba kompatibel.

Die Geräte verfügen über 100 GbE Packet Prozessoren, und nicht über viele 50-GbE-Prozessoren, wie Konkurrenzprodukte. Das sorgt für 100-GbE-Wire-speed. Zudem bieten sie Unterstützung für Multiprotocol Label Switching (MPLS) und erlauben reinen IPv6- und IPv4-Verkehr, aber auch durch eine Gateway-Funktion einen gemischten IPv6/IPv4-Traffic.

weiter mit: Die 100 GbE-Cassis von Brocade sind verfügbar

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