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Analysten prognostizierten mittelfristigen Sieg für OOXML-Format Burton Group sieht Microsofts OOXML-Standard im Vorteil

| Redakteur: Martin Hensel

Die Analysten des US-Marktforschungsinstitutes Burton Group prognostizieren, dass sich Microsofts Office Open XML (OOXML) mittelfristig gegen das Open Document Format (ODF) durchsetzen wird. Allein die praktisch selbstständige Verbreitung von OOXML über die Bürosoftware Office 2007 sei dabei ein gewichtiges Argument.

Die Burton Group sieht Microsofts Dokumentenformat OOXML im Vorteil gegenüber ODF
Die Burton Group sieht Microsofts Dokumentenformat OOXML im Vorteil gegenüber ODF
( Archiv: Vogel Business Media )

Laut den US-Marktforschern der Burton Group wird sich Microsofts Office-Open-XML-Dokumentenformat (OOXML) mittelfristig gegenüber der von Sun, IBM und Google lancierten Konkurrenz Open Document Format (ODF) durchsetzen. Zwar sei der im Gegensatz zu OOXML mittlerweile von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) zertifizierte ODF-Standard schlank und gut designt, aber für komplexe Anwendungen in Unternehmen trotzdem nicht ausreichend.

Zudem bemängeln die Analysten, das ODF indirekt von Sun kontrolliert wird. Sie vermuten hinter dem Format eher ein politisches Statement gegen Microsoft als ein objektiv wählbares Objekt im IT-Sektor. Ein weiterer Vorteil von OOXML ist die praktisch automatische Verteilung über die Bürosoftware Office 2007 von Microsoft. Da es sich dabei um das aktuelle Standardformat zum Speichern von Dokumenten handelt, ist eine weit reichende Verbreitung sichergestellt.

Besseres Format, schwierige Migration

Die Analysten betonten zudem die verbesserten Kompressions- und Sicherheitsfunktionen von OOXML gegenüber bisherigen binären Formaten. Zwar berge die Migration auf das Format einige administrative Herausforderungen, die aber durch einen späteren Produktivitätsgewinn ausgeglichen werden. Weitere formale und funktionale Vorteile des Microsoft-Formats unterstreichen die Einschätzung der Marktforscher.

Laut den Analysten könnte das freie ODF-Format als Konkurrenz für OOXML mittelfristig günstigere Preise für Microsofts Office-Lösungen nach sich ziehen. Alternativen wie OpenOffice.org sind deshalb aber nicht zwangsläufig günstiger als die Microsofts Office-Suite. Meist sind dabei zum Firmeneinsatz zusätzlich kostenpflichtige Supportverträge notwendig.

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