SD-Karten sind das bevorzugte Speichermedium Camcorder-Neuheiten von Kodak, Panasonic, Sanyo und Sony

Redakteur: Sylvia Lösel

Fiel in den vergangenen Jahren die Vielfalt der Speichermöglichkeiten bei Camcordern ins Auge, ist es in diesem Jahr die Verbreitung des SD-Kartenslots. Zudem haben die Hersteller die Brennweiten aufgestockt, an der CCD-Empfindlichkeit geschraubt und wagen sich auch in puncto Farbe auf neues Terrain.

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Eine Videolampe soll im Nahbereich Licht ins Dunkel bringen — hier das Einstiegsmodell DCR-SX33 von Sony.
Eine Videolampe soll im Nahbereich Licht ins Dunkel bringen — hier das Einstiegsmodell DCR-SX33 von Sony.
( Archiv: Vogel Business Media )

Handlich und kontaktfreudig zeigen sich viele der neuen Camcorder-Modelle, die Kodak, Panasonic, Sanyo und Sony jetzt vorgestellt haben. Die Verbindung zu Social-Media-Plattformen wird, wie auch bei den Kompaktkameras zu beobachten ist, immer wichtiger. Gleichzeitig übernehmen die Modelle zahlreiche Features aus dem Fotobereich, wie zum Beispiel Gesichtserkennung und Bildstabilisierung.

Abgetaucht

Kodak hat eine robuste HD-Videokamera vorgestellt, mit der Videos auch bis zu drei Meter unter Wasser gedreht werden können. Die Full-HD-Videos (1.080i) können dann mit Hilfe entsprechender Software und via USB-Anschluss an Social-Media-Plattformen wie Youtube oder Facebook gesendet werden. Als Speicherlösung steht ein SD-/SDHC-Slot für Karten bis zu 32 Gigabyte zur Verfügung. Ein Zwei-Zoll-Display, elektronischer Bildstabilisator und eine Gesichtserkennung sind weitere Ausstattungsmerkmale. Die Videokamera ist ab April in den Farben Schwarz, Blau, Orange und Lila für 179 Euro (UVP) zu haben.

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Weit geblickt

Jeweils drei Neuheiten bei den Camcordern mit Standard-Auflösung (SD) und im HD-Bereich stellt Panasonic vor. Die SD-Camcorder SDRS50, SDR-H85 und SDR-T50 bieten mit einem optischen 70-fachen Zoom viel Spielraum für kreative Aufnahmen. Der Brennweitenbereich reicht hier von 32,8 bis 2.574 Millimeter. Verwacklungen wirkt der elektronische Bildstabilisator entgegen und dank der AF/AE-Verfolgung bleibt ein einmal markiertes Motiv auch dann fokussiert, wenn es sich bewegt. Das Modell SDR-S50 gibt es in den Farben Schwarz, Weiß, Rot und Champagner und nimmt Videos allein auf SDXC/SDHC/SD-Karten auf. Mit einem zusätzlichen Flashspeicher von vier Gigabyte wartet der SDR-T50 auf. Und der SDR-H85 ist ein Hybrid-Modell, das zusätzlich zum Kartenslot über eine 80-Gigabyte-Festplatte verfügt.

Ähnlich sieht auch die Verteilung bei den High-Definition-Modellen aus. Auch hier gibt es den HDC-SD66 „nur“ mit Speicherkarte. Beim HDC-TM60 kommt zum Kartenslot ein integrierter Flashspeicher, und der HDC-HS60 ist ein Hybridmodell mit Kartenslot und 120-Gigabyte-Festplatte. Alle HD-Modelle vefügen über ein 35,7-Millimeter-Weitwinkelobjektiv und einen 25-fachen optischen Zoom. Auch hier kommt ein Bildstabilisator zum Einsatz, und es sind Highspeed-Serienaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde möglich. Preise gab Panasonic noch nicht bekannt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den Modellen von Sanyo und Sony.

Quergelegt

Sanyo legt bei seinen Xacti-Modellen nach. Die beiden Xacti-Modelle sind mit einem CMOS-Sensor ausgestattet und zeichnen Videos in Full HD mit 1.080i auf. Beide können während des Filmens auch Fotos schießen, der Camcorder Xacti VPC-CS1 mit acht Megapixel Auflösung, der Xacti VPC-SH1 mit zehn Megapixel. Letzterer erinnert durch seine horizontale Bauweise und die Abmessungen (43 x 118 x 60 Millimeter) an eine Kompaktkamera. Die Xacti SH1 liefert eine Brennweite von 35 Millimetern und einen 30-fachen Zoom. Noch schlanker geht es beim Xacti CS1, der es dank einem dünnen Sensor-Modul und einer schmalen Linse (Zehnfach-Zoom) auf Maße von 63 x 27 x 124 Millimetern bringt. Beide Modelle sind mit einem integrierten Lautsprecher und einem Stereo-Mikrofon ausgerüstet.

Ein um 285 Grad drehbares LC-Display mit einer Diagonalen von 2,7 Zoll sorgt einerseits für Übersicht und macht andererseits auch Selbstportrait-Aufnahmen möglich. An Bord sind eine Gesichtserkennung und ein elektronischer Bildstabilisator. Beide Modelle speichern die Filme im Format MPEG-4/AVC/H.264 auf SD-Karte. Der Slot kann auch bereits für Karten mit dem SDHC-Nachfolgeformat SDXC genutzt werden. Der Xacti CS1 ist in Silber, Pink und Schwarz für 329 Euro (UVP) zu haben. Den Camcorder Xacti SH1 gibt es zu einem Preis von 399 Euro (UVP) in den Farben Schwarz oder Rot. Beide Kameras sind ab Februar erhältlich.

Aufgestockt

Acht Neulinge bei den HD-Camcordern — damit gibt Sony in diesem Segment richtig Gas. Alle acht sind mit dem neuen Exmor-CMOS-Sensor ausgestattet, der mehr Licht aufnehmen kann als sein Vorgänger und damit auch bei schwierigen Lichtbedingungen für gute Videoqualität sorgt. In den Highend-Modellen HDR-SC350VE und HDR-XR550VE ist darüber hinaus noch ein GPS-Modul eingebaut, eine dreidimensionale Bildstabilisierung integriert und ein Weitwinkel-G-Objektiv mit an Bord. Zu diesen beiden Top-Modellen gesellen sich zwei weitere Flashmodelle – der HDR-CX305E und der HDR-CX550VE. Beide verfügen über ein 3,5-Zoll-LC-Display, das eine Auflösung von 921.600 Pixel bietet. Die CX550VE nimmt als einzige Handycam in Dolby Digital 5.1 auf.

Die vier HD-Einsteigermodelle (HDR-CX155E, HDR-CX116E, HDR-CX115E und HDR-XR155E) haben ein Zeiss-Objektiv mit 25-fachem optischen Zoom und ein 2,7-Zoll-Display. Sie unterscheiden sich durch ihre Speicheroptionen. Entweder wird das Filmmaterial auf Festplatte, internem Flashspeicher oder Karte abgelegt. Die Preise reichen von 1.499 Euro für die HDR-XR550VE bis zu 499 Euro für die HDR-CX115E.

Ein CCD-Sensor mit größerer Lichtempfindlichkeit soll die Videoqualität gerade bei schlechten Sichtverhältnissen verbessern. Dies ist der Dreh- und Angelpunkt der vier neuen SD-Camcorder-Modelle von Sony. Drei von ihnen speichern die Daten auf SD/SDHC-Karten oder wahlweise auf einem Memory Stick, das vierte Modell (DCR-SR58) wird mit einer integrierten Festplatte ausgeliefert. Mit dem 2,7-Zoll-Display hat Sony auch hier deutlich aufgestockt. Der DCR-SX73 ist mit einem internen Speicher von 16 Gigabyte üppig ausgestattet. Dazu kommen ein Zeiss-Objektiv mit einem 25-fachen optischen Zoom, eine automatische Motiverkennung und ein elektronischer Bildstabilisator.

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