Datenverlust bei RAID-Systemen oft auf Anwenderfehler zurückzuführen

CBL Datenrettung über Risiken bei RAID-Servern

01.10.2007 | Redakteur: Florian Karlstetter

RAID richtig angewendet bietet Schutz vor Datenverlust.
RAID richtig angewendet bietet Schutz vor Datenverlust.

Ein RAID-Verbund gilt als ausfallsicheres Speichersystem. Dennoch können Anwenderfehler im Zusammenhang mit physikalischen Auslösern auch bei dieser Speichervariante zu Datenverlust führen. Die Spezialisten von CBL Datenrettung informieren über mögliche Fehlerursachen und geben vorbeugende Tipps.

RAID-Systeme – insbesondere Level 5 – sind beim Einsatz in höher verfügbaren Servern sehr beliebt: Im Regelfall kann eine Festplatte ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen. Doch diese Sicherheit ist oft trügerisch, da physikalische Fehler in Verbindung mit Anwenderfehlern dennoch zu irreparablen Datenverlusten führen können.

So kann bereits ein Stromausfall bei Windows-basierenden RAIDs zu indirekten Problemen führen. Startet man nach einem Reboot das System-Utility Checkdisk, könnte es die RAID-Datenmuster durch Änderungen auf den beteiligten Platten möglicherweise zerstören. Das liegt daran, dass Checkdisk einen RAID-Verbund nicht erkennt. Aber auch eine versehentlich angestoßene RAID-Initialisierung nach einem Serverausfall kann unter Umständen ungewollt Daten überschreiben.

Monitoring als vorbeugende Maßnahme

Letztendlich führt in manchen Fällen bereits der Ausfall einer Platte selbst bei RAID 5 zu Datenverlusten. Erkennt man den Defekt nicht sofort, dann kann unter Umständen auch ein zweites Laufwerk ausfallen. Daher sollte man grundsätzlich Monitoring-Tools einsetzen, die mögliche Fehler und Ausfälle frühzeitig erkennen.

Ein so genanntes degraded RAID – also eines, bei dem bereits eine Festplatte ausgefallen ist – bleibt bis zum abgeschlossenen Wiederaufbau verletzlich: Wird der Rebuild durch äußere Einflüsse wie beispielsweise einen Stromausfall unterbrochen, ist das RAID zerstört.

Mitunter wird ein RAID-Verbund auch aus normalen PC-Festplatten aufgebaut, die für einen Dauerbetrieb nicht ausgelegt sind. Während eines Rebuilds können die teilweise über mehrere Stunden dauernden Schreib-Lese-Aktivitäten zur Überhitzung führen und so einen Plattenausfall begünstigen. Vor einem Rebuild sollten die Festplatten daher möglichst gespiegelt werden.

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