Atto-Studie zur Einführung von NVMe Chancen und Kinderkrankheiten

Von Matthias Breusch

Hochleistungsfähige Storage-Konnektivität mit geringer Latenz hat ihren Preis – und ist technologisch längst nicht ausgereizt. Auch NVMe-Lösungen offenbaren durchaus Kritikpunkte, wie eine von den Netzwerk-Erstausrüstern Atto veranlasste Umfrage unter europäischen IT-Entscheidern ergab.

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Der größte Vorteil von NVMe: Geschwindigkeit. Aber es gibt auch Nachteile, wie eine Umfrage unter deutschen und britischen IT-Entscheidern aufzeigt.
Der größte Vorteil von NVMe: Geschwindigkeit. Aber es gibt auch Nachteile, wie eine Umfrage unter deutschen und britischen IT-Entscheidern aufzeigt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Zwei Herausforderungen stehen bei Unternehmen, die NVMe-Speicher einsetzen, hauptsächlich im Fokus, wie die Studie der britischen IT-Analysten Vanson Bourne, zu der deutsche und britische IT-Entscheider befragt wurden, ergeben hat: Skalierbarkeit und Kosten.

Atto-CEO Tim Klein: „Obwohl NVMe unbestreitbare Leistungsvorteile bietet, gibt es noch einiges zu tun. Kinderkrankheiten treten bei jeder neuen Technologie auf. Die Nutzer suchen nach wie vor nach NVMe-Lösungen, die ihre Geschwindigkeitsanforderungen erfüllen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.“

Atto sieht sich als „power behind the storage“: Das New Yorker Unternehmen fertigt Host-, Netzwerk- und Thunderbolt-Adapter, Storage-Controller sowie unterstützende Tuning-Software als „intelligente Brücken“ und Beschleuniger für Netzwerksysteme.

Deutlich höheres Niveau

Die immensen Möglichkeiten von NVMe zur Bewältigung datenhungriger und geschäftskritischer Anwendungen beruhen vor allem auf dem einfacheren Befehlsatz und der Switched-Transport-Architektur. Dies ermöglicht laut Atto „ein deutlich höheres Leistungsniveau als von Alternativen wie etwa SAS“.

Allerdings offenbare der Praxisbetrieb mit NVMe mitunter auch seine Tücken, wie 31 Prozent der Befragten bemängelten: Vor allem stelle die Skalierung von NVMe in größeren Datenpools eine Herausforderung dar. In Branchen wie IT, Technologie und Telekommunikation sehen dies sogar 47 Prozent der Unternehmen als kritisch. Daher sei man dort noch auf der Suche „nach größerer Flexibilität und besseren Verwaltungstools“.

Kulturelle Schnittstellen

20 Prozent der Administratoren sahen Schwächen in anderen Teilen der Speicherinfrastruktur, und lediglich 12 Prozent der Befragten hatten bei der Einführung von NVMe-Speicher keinerlei Probleme.

Für 27 Prozent sind hingegen die Kosten ein Faktor, der es schwer mache, die Investition betriebsintern zu rechtfertigen. In Deutschland sind es mit 30 Prozent ein wenig mehr als im europäischen Durchschnitt. Dies ist „kulturell betrachtet“ laut Atto „im traditionell eher kosten- und risikoscheuen Deutschland keine Überraschung“.

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