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PC-Flaute trifft die Halbleiter-Industrie Chip-Hersteller büßen 2,6 Prozent beim Umsatz ein

| Redakteur: Harry Jacob

Die weltweite Halbleiter-Industrie hat im vergangenen Jahr mit 299,9 Milliarden US-Dollar 2,6 Prozent weniger Umsatz verzeichnet als 2011. Doch bei manchen Herstellern laufen die Geschäfte blendend.

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Unter den Top-10-Herstellern konnten nur drei die Umsätze ssteigern, allen voran der Commuication-Spezialist Qualcomm
Unter den Top-10-Herstellern konnten nur drei die Umsätze ssteigern, allen voran der Commuication-Spezialist Qualcomm
(Bild: Gartner / IT-BUSINESS)

Wenn Server- und PC-Verkäufe weltweit einbrechen, ebenso die Autoverkäufe und auch noch der Absatz von CE-Produkten, dann bekommen das auch die Hersteller von Halbleitern deutlich zu spüren. Ein hausgemachtes Problem der Halbleiter-Industrie waren zudem die hohen Lagerbestände, die sich angesammelt hatten. So fiel im vergangenen Jahr der Umsatz insgesamt wieder knapp unter die 300-Milliarden-Dollar-Grenze.

Doch der Rückgang traf nicht alle Hersteller gleichermaßen. Intel hatte mit einem Minus von 3,1 Prozent stärker verloren als der Markt, insbesondere aufgrund des schwachen PC-Marktes. Ungefährdet ist die Position als Halbleiterhersteller Nummer 1, die Intel nun bereits seit 21 Jahren hält.

Der zweitplatzierte, Samsung, wurde laut Gartner gebremst durch die Schwächen im Dram- und im Nand-Flash-Speichermarkt. Allerdings konnte Samsung im boomenden Smartphone- und Tablet-Segment mit ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) und ASSPs (Application-Specific Standard Products) punkten und so seinen Gesamtumsatz um 3,1 Prozent steigern.

Licht und Schatten

Toshiba, die ehemalige Nummer 3, fiel auf den fünften Platz zurück und damit hinter Texas Instruments zurück. TI konnte seinen vierten Platz verteidigen. Shooting-Star ist Qualcomm, ein Umsatzplus von 31,6 Prozent ermöglichte den Sprung von Platz 6 auf Platz 3. Das Unternehmen hatte das stärkste Wachstum unter den Top-25-Herstellern. Qualcomm ist Spezialist für drahtlose Kommunikation und fertigt zudem mit der Snapdragon-CPU-Familie Prozessoren für den Smartphone-Markt.

Ebenfalls vom Mobile-Communication-Boom profitiert Broadcom. 9,6 Prozent Wachstum brachten eine leichte Verbesserung von Platz 10 auf Platz 9 im Gartner-Ranking.

Die Marktforscher haben neben der Auswertung der reinen Umsatzzahlen noch einen Vergleich nach einem eigenen Branchenindex angestellt. Gartners Relative Industry Performance (RIP) index berücksichtigt die Entwicklung in 64 verschiedenen Produktkategorien und acht Hauptabsatzgebieten. Bei diesem Vergleich schnitten Qualcomm und NXP am besten ab, die Schlusslichter bildeten Freescale, STMicroelectronics und AMD.

Details finden sich im Gartner-Bericht „Market Share Analysis: Semiconductor Revenue, Worldwide, 2012“.

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