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Support-Kooperation für gemeinsame Architektur Cisco, Netapp und VMware stellen Referenzarchitektur für dynamische Rechenzentren vor

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Drei Branchengrößen haben sich zusammen getan und eine Architektur für Cloud-Umgebungen in Unternehmen vorgestellt. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der geschützten Mandantenfähigkeit.

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Tom Georgens ist President und CEO von Netapp.
Tom Georgens ist President und CEO von Netapp.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einer gemeinsamen Architektur für virtualisierte Datacenter bieten Cisco, Netapp und VMware eine Art Blueprint für getestete und bewährte Kombinationen aus Produkten der drei Unternehmen.

Besonders wichtig ist hierbei die gesicherte Mandantenfähigkeit: Bietet ein Systemhaus seinen Kunden eine Cloud-Infrastruktur, können Applikationen und Daten in der virtualisierten Speicherumgebung trennscharf auseinander gehalten werden. Auch in Cloud-Umgebungen in den Rechenzentren eines Unternehmens ist es wichtig, beispielsweise die Personalabteilung auf Anwendungs- und Datenebene vom Rest sicher abtrennen zu können.

Support-Troika

Die validierte Architektur von Cisco, Netapp und VMware umfasst zudem ein erweitertes Support-Modell für virtualisierte Infrastrukturen. Der Knackpunkt bei komplexen IT-Systemen, die sich aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammen setzen, ist folgender: Tritt ein Problem auf, schiebt der Support eines Herstellers in der Praxis die Verantwortung gerne mal auf einen der anderen beteiligten Hersteller. Ist die Fehlerursache unbekannt, hat das für IT-Verantwortliche schon zu so mancher Odyssee geführt. Plötzlich war keiner für das Problem zuständig.

Nicht so bei der Hersteller-Troika Cisco, Netapp und VMware. Sowohl auf Ebene des Hersteller-Supports, als auch auf Ebene beteiligter Channel-Partner gilt: Einer für alle. Das bedeutet: Egal bei wem der Support-Call eingeht – das Unternehmen zeigt sich für das Komplett-Paket verantwortlich. Bei den Systemhäusern, die aufgrund der relativ starken Channel-Ausrichtung der drei Unternehmen eine zentrale Rolle spielen, zieht das nach sich, dass diese Zertifizierungen von allen drei Unternehmen benötigen.

Performance-Optimierung

Tom Georgens, President und CEO von Netapp spricht von einer „gemeinsamen Vision eines dynamischen Datacenters“. Dieses soll Cloud Computing ermöglichen und Unternehmen, Systemintegratoren sowie IT-Dienstleistern die Bereitstellung von IT-as-a-Service (ITaaS) erlauben.

Die Vorteile der von allen drei validierten Gesamtlösung besteht laut Unternehmensangaben auch darin, dass die Reaktionsfähigkeit verbessert werden könne. IT-Administratoren würden nämlich bei der Definition des notwendigen Service-Niveaus auf jeder Ebene unterstützt, so dass den bereit zu stellenden Applikationen die geforderte Performance zur Verfügung stehe.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die vorgestellte Architektur mitunter „dynamisches Rechenzentrum“ genannt. Offiziell lautet die Bezeichnung: „Secure Multi-Tenancy Design Architecture“ und umfasst Vorgaben zur Implementierung und Konfiguration sowie Best-Practice-Beispiele zur Integration und zum Management im laufenden Betrieb.

Wer liefert was?

Cisco liefert für das Paket Switches der Nexus-Series und dem Unified Computing System (UCF), eine Server-Umgebung. Netapp steuert Storage Komponenten bei, sowie zwei Software-Module: Multistore für das Erstellen logischer Partitionen und Datamotion für das Verschieben von Speicherinhalten im laufenden Betrieb. Von VMware kommen die Virtualisierungs-Lösungen vSphere, vShield Zones und vCenter. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die EMC-Tochter VMware mit einem Konkurrenten des Mutterunternehmens kooperiert.

Ein validierter Design-Leitfaden steht zum Download bereit (in Englisch).

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