Storage- und IP-Networking in einer gemeinsamen Unified Fabric Cisco stellt neue Switching-Plattform Nexus 7000 vor

Redakteur: Florian Karlstetter

Mit der Nexus 7000 präsentiert Cisco eine neue Data Center Class Switching-Plattform für Ethernet und Speichernetzwerke. Das System stellt bis zu 512 10-Gigabit-Ethernet-Ports zur Verfügung und erreicht einen Switching-Durchsatz von bis zu 15 Terabit pro Sekunde.

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Ciscos Nexus-Plattform vereint Storage- und IP-Networking in einer Unified Fabric.
Ciscos Nexus-Plattform vereint Storage- und IP-Networking in einer Unified Fabric.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die neue Switching-Plattform Nexus 7000 basiert auf Ciscos Data-Center-3.0-Architektur und soll in Zukunft Storage- und IP-Networking in einer gemeinsamen Unified Fabric vereinen. Konzipiert für den Einsatz in Rechenzentrums-Umgebungen sollen damit Speicher- und Server-Ressourcen um ein Vielfaches intensiver ausgenutzt werden können.

Die hochskalierbare Lösung ist modular aufgebaut: ein einziges Chassis erreicht einen Switching-Durchsatz von bis zu 15 Terabit pro Sekunde. Das System stellt bis zu 512 10-Gigabit-Ethernet-Ports zur Verfügung und soll in Zukunft auch 40- beziehungsweise 100-Gigabit-Ethernet unterstützen.

Nexus 7000 soll Ethernet zukünftig mit dem Transport von Storage-Daten auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen. Jeder Server kann dann über die Unified Fabric auf jede Ressource zugreifen – was den Weg frei macht für eine umfassende Virtualisierung unterschiedlicher Ressourcen. Die Unified-Fabric-Architektur besitzt einheitliche I/O-Interfaces und wird in Zukunft Fibre Channel over Ethernet (FCoE) unterstützen. Mit FCoE können herkömmliche Fibre-Channel-Datenströme von Speichersystemen via Ethernet transportiert werden.

LAN (Local Area Network) und SAN (Storage Area Network) in einer gemeinsamen Fabric unterzubringen, hat den Vorteil, dass weniger Server-Interfaces benötigt werden, auch die Verkabelung vereinfacht sich und der Stromverbrauch wird reduziert.

Neues Betriebssystem NX-OS

Eigens für die Nexus-Plattform hat Cisco das neue Betriebssystem NX-OS entwickelt. NX-OS kombiniert Funktionen der Speichernetzsoftware Cisco SAN-OS mit Switching- und Routing-Fähigkeiten von Cisco IOS. Das Betriebssystem ist für Hochverfügbarkeit, Skalierbarkeit und Virtualisierung optimiert.

NX-OS kann einen Nexus-Switch in mehrere logische Switches unterteilen, die voneinander vollkommen unabhängige Aufgaben erfüllen. Während einer der logischen Switches beispielsweise Speichersysteme bedient und von Storage-Verantwortlichen gemanagt wird, wäre ein zweiter für die Serverfarm zuständig und würde von einem anderen Team administriert. Ein dritter logischer Switch schließlich könnte für die Testumgebung dienen. Alle drei teilen sich dieselbe Fabric und eine gemeinsame redundante Stromversorgung.

Dank Selbstdiagnose reduziert NX-OS manuelle Management-Eingriffe, wobei in einem Fehlerfall der betroffene Prozess ohne Serviceunterbrechung neu gestartet werden kann. Ähnliches gilt für den Austausch physischer Geräte sowie für Software-Upgrades. Höhere Managementeffizienz ermöglicht nicht zuletzt der neue Cisco Data Center Network Manager (DCNM), eine Weiterentwicklung des Cisco SAN Fabric Manager, die mit der Virtualisierungs- und Provisionierungslösung Cisco Vframe für Data Center uneingeschränkt kompatibel ist.

Die neuen Hochleistungs-Switches werden ab dem 2. Quartal ausgeliefert.

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