Veeam Backup & Replication Cloud Edition Cloud Backup auf dem Sprung in den Mittelstand

Autor / Redakteur: Matthias Frühauf / Nico Litzel

Veeam Software, der Experte für Datensicherung in virtuellen Umgebungen, bietet seit Anfang 2013 ein speziell auf die Cloud-Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen abgestimmtes Backup-Produkt an.

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Wichtigstes Merkmal von Veeam Backup & Replication Cloud Edition ist die extrem vereinfachte Anbindung an Cloud-Storage-Dienste.
Wichtigstes Merkmal von Veeam Backup & Replication Cloud Edition ist die extrem vereinfachte Anbindung an Cloud-Storage-Dienste.
(Grafik: Veeam)

Server-Virtualisierung ist bei vielen Unternehmen aus Kosten- und Managementgründen inzwischen als Infrastrukturtechnik gesetzt. Sie versprechen sich davon vor allem eine höhere Auslastung ihrer Hardware sowie eine hohe Verfügbarkeit von Anwendungen und Daten.

Laut einer Untersuchung der Aberdeen Group läuft circa die Hälfte aller Unternehmensanwendungen bereits auf einer virtualisierten Serverlandschaft. Sie machen sich nicht zuletzt die entscheidenden Vorteile der Virtualisierung im Bereich Backup und Replikation zu Nutze: Die Realisierung kürzester Recovery Point und Recovery Time Objectives (RPO/RTO) sowie eine höhere Verlässlichkeit ihrer Datensicherungen.

Als Massenspeicher kommen in virtualisierten Infrastrukturen schnelle Festplattenspeicher zum Einsatz, die bei der Wiederherstellung von virtuellen Maschinen (VM) oder einzelnen Dateien und Objekten aus gesicherten VMs die Daten mit dem gebotenen Tempo bereitstellen. Geht es aber um die langfristige Bereitstellung oder Archivierung von Daten, greifen Unternehmen meist noch zum altbekannten, verlässlichen Tape.

Die Bandsicherung stößt an ihre Grenzen

Angesichts wachsender Datenmengen und kürzerer Sicherungszeiten stößt die Bandsicherung als zweite Stufe des Backups („Second Level“) aber zusehends an ihre Grenzen. Sie ist bei der Wiederherstellung kompletter Systeme zu langsam und skaliert nur mittels erheblicher Investitionen in Hardware-Libraries und Netzwerkbandbreiten.

Erschwerend kommt hinzu, dass Bandsicherung immer bedeutet, dass es zwischen virtuellen – auf Festplatten basierenden – Systemen und der gezwungenermaßen physischen Welt der Tapes zu einem Medienbruch kommt. Die Folge sind entsprechend komplexere Anforderungen an die passende Software und kompliziertere Administrationsaufgaben.

Auch die Frage der physischen Datensicherheit ist bei Tape-Systemen häufig ungelöst. Wo ist der richtige Ort, das Tape-Backup aufzubewahren, und wie kommt es dort hin? Hier kommt die Cloud ins Spiel, als mitwachsender, zumindest theoretisch unbegrenzter Speicher mit eingebauter Redundanz. Durch neue Entwicklungen wird sie jetzt auch für kleine und mittelständische Unternehmen als Teil der Backup-Strategie interessant.

Second-Level-Backup in der Cloud

Cloud-Speicherdienste adressieren drei Herausforderungen des Second-Level-Backups auf Band:

1. Skalierbarkeit – Anstatt Tape-Libraries auf Vorrat zu erweitern und entsprechend hohe Investitionskosten in Kauf zu nehmen, zahlen Unternehmen in der Cloud nur den Speicherplatz, den sie gerade benötigen. Steigt der Speicherbedarf, steigen die Kosten im Gleichschritt mit.

2. Physische Sicherheit und Disaster Recovery – Einzelne Bandlaufwerke und Tape-Libraries sind in aller Regel im hauseigenen Rechenzentrum, bestenfalls in einem anderen Brandabschnitt untergebracht. Die Sicherungsprozesse werden zwar zeitgesteuert angestoßen, doch müssen die Bänder im Sinne eines Disaster-Recovery-Schutzes regelmäßig an einen sicheren Ort außerhalb des Rechenzentrums gebracht werden. In der Praxis heißt das oft, dass ein Administrator die Bänder mit nach Hause nimmt oder eigens ein Kurier- und Lager-Dienst für Backup-Tapes engagiert wird. Dieses Vorgehen birgt dennoch Risiken: das Vergessen oder Vertauschen von Tapes, Backups, die unbemerkt mit Fehlern übertragen werden oder sogar der Totalverlust durch Unachtsamkeit oder Diebstahl. Ein Cloud-Storage-Backup schaltet diese Risiken mit einem Mal aus.

3. Nutzungskomfort – Neben den erwähnten technischen und Sicherheitsvorteilen hat das Cloud-Storage-Backup noch weitere Vorteile, insbesondere für die IT-Administratoren. Sie müssen nicht mehrere Backup-Tools nutzen, die sie für unterschiedliche – virtualisierte und physische Umgebungen – bisher benötigten. Neben reduzierten Kosten, verringert das die Komplexität. Des Weiteren werden sie von komplexen Konfigurationsjobs und wiederkehrenden Planungs- und Steuerungsaufgaben entlastet und können sich wieder mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Anbindung an die Cloud

So verlockend diese Vorteile sind, so schwer tun sich viele Unternehmen mit der Entscheidung für Cloud-Storage-Dienste. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stehen mit der Auswahl, Buchung und technischen Einrichtung passender Cloud-Services noch auf Kriegsfuß. Sie fürchten den Aufwand, Cloud-Storage in bestehende Backup-Strategien zu integrieren und haben offene Fragen, beispielsweise wie man die unterschiedlichen Systeme mit der Cloud verknüpft und wie man die Backups betreut.

Diese Fragen und Unsicherheiten sind gerechtfertigt, da komplizierte und unübersichtliche Tools Verwirrung stiften und Zeit kosten. Benötigt beispielsweise der IT-Verantwortliche, der bei KMU nicht selten die IT-Abteilung alleine stellt, spezielle Fachkenntnisse zur Konfiguration eines Cloud-Dienstes, ist das unter Umständen schon das Ende der Cloud-Überlegungen. Es ist also an der Zeit, die Datenspeicher-Wolke ein ganzes Stück vom Himmel herunter zu holen und auch für KMU greifbar zu machen.

Veeam Backup & Replication Cloud Edition

Hier kommt Veeam Software ins Spiel. Der Experte für Datensicherung in virtuellen Umgebungen bietet seit Anfang 2013 ein speziell auf die Cloud-Anforderungen kleiner und mittelgroßer Unternehmen abgestimmtes Backup-Produkt an. Wichtigstes Merkmal von Veeam Backup & Replication Cloud Edition ist die extrem vereinfachte Anbindung an populäre Cloud-Storage-Dienste wie Amazon S3 und Amazon Glacier, Windows Azure, Rackspace, HostEurope, HP Cloud und Dunkel Cloud Storage. Als Administrator benötigt man nur die Zugangsdaten des bevorzugten Cloud-Dienstes, den Rest übernimmt die Veeam-Lösung automatisch.

Ein Wizard hilft zudem bei der Auswahl der zu sichernden VMs und bei der Erstellung von Backup- und Restore-Plänen. Veeam Backup & Replication Cloud Edition unterstützt unter anderem auch OpenStack. Dadurch ist sie mit zahlreichen weiteren Cloud-Diensten von lokalen Resellern kompatibel.

Optimiert für KMU-Umgebungen

Funktional übernimmt Veeam Backup & Replication Cloud Edition die regelmäßige und automatische Übertragung lokaler VM-Backup-Images zum Cloud-Speicher. Das manuelle Kopieren von Images entfällt. Den Zeitpunkt für die Überspielung in die Cloud bestimmt der Nutzer. Eine Echtzeitüberwachung der Bandbreite zeigt den Einfluss der Backup-Jobs auf die Produktivumgebung und die Netzwerklast, sodass die Zeitplanung bandbreitenschonend vorgenommen werden kann.

Der IT-Verantwortliche behält über alle Vorgänge den Überblick: E-Mail-Berichte informieren über die erfolgreiche Fertigstellung von Backups oder etwaige Probleme. Damit Netzwerkbandbreite geschont, der benötigte Speicherplatz minimiert und die Übertragungszeit verkürzt wird, werden die Daten von der Veeam-Lösung dedupliziert und komprimiert. Eine Verschlüsselungsoption bis AES-256 sorgt für Sicherheit. Des Weiteren können Limits für den verwendeten Cloud-Speicherplatz oder die Kosten gesetzt werden.

Veeam Backup & Replication Cloud Edition nimmt dem Thema Cloud Backup nicht nur die Komplexität, die Lösung schafft auch eine preiswerte Alternative zum Second-Level-Backup auf Bandspeicherlaufwerken. Veeam schlägt gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Einfache Administration von Cloud Backups, Ausschaltung des Handling-Risikos bei Tape-Archivierung und mehr Datensicherheit durch Speicherung von VM-Backup-Images außerhalb des primären Rechenzentrums.

Dieser Artikel stammt aus dem Storage-Insider.de-Kompendium „Klassisches Backup, Cloud Storage & Disaster Recovery“. Hier können Sie das komplette Kompendium als PDF-Datei herunterladen. Hier geht es zur Übersicht über alle bisher erschienenen Kompendien von Storage-Insider.de.

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