„Kino auf Abruf“ wird immer beliebter

Cloud bringt Video-on-Demand zum Fliegen

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Schnellere Online-Verbindungen und verbesserte Web-Technologien machen diese Angebote überhaupt erst möglich. Für die Anbieter bedeutet die Bereitstellung der Inhalte in unterschiedlichen Formaten jedoch das sichere Management enormer Datenmengen. Neue Server mit größeren Speicherkapazitäten werden angeschafft, ganze IT-Infrastrukturen erneuert. Eine aktuelle Studie der britischen Marktforscher Canalys belegt, dass der weltweite Markt für die Infrastruktur von Rechenzentren allein im dritten gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um 2,7 Prozent zugelegt hat. Damit stieg das Volumen dieses Marktsegments auf 20,1 Milliarden Euro.

Doch der Wettlauf um die größte Speicherkapazität kann teuer werden und man kommt im Grunde nie ans Ziel. Denn mit jedem Mehrangebot, das Medienunternehmen ihren Zuschauern zur Verfügung stellen, können sie an die Grenzen des Machbaren innerhalb ihrer eigenen IT-Infrastruktur stoßen. Neben den hohen Kosten gibt es ein weiteres Problem beim Nachrüsten: Man kann es kaum vorausschauend tun. Zu schnell wird man von der Zeit, den damit verbundenen technischen Neuanforderungen – und schließlich auch von Mitbewerbern überholt.

Diese kommen sogar oft aus anderen Märkten. Neben den klassischen Medienunternehmen bieten heute auch Netzwerkbetreiber wie Unity-Media unter dem Stichwort „Kino auf Abruf“ Inhalte an. Gegen eine Gebühr von 4 oder 5 Euro können Konsumenten via Streaming ihren Wunschfilm ansehen. Mit der Abo-Lösung Telekom Entertain kann man sich sogar ein komplettes Wunschprogramm aus Filmen, Sportsendungen und Serien zusammenstellen.

Sogar Gerätehersteller steigen in den VoD-Markt ein: Gemeinsam mit Deutschlands führender Online-Videothek Maxdome hat Samsung im letzten Jahr das Angebot Smart TV vorgestellt. Damit bieten die internetfähigen Fernseher der neuen Generation den Zugang zur Online-Videothek. Nutzer können Inhalte aus dem reichhaltigen Maxdome-Angebot direkt am Fernsehgerät ansehen. Neben einem breiten Spielfilm- und Serienangebot finden Kunden dort auch Magazine, Shows, Dokumentationen, Musik- und Kindersendungen im Sortiment.

Filmarchiv in der Cloud

Für Medienunternehmen und andere Anbieter von OTT VoD bietet sich die eigene Nutzung von Cloud-Diensten wegen des hohen Datenaufkommens besonders an. Die Cloud stellt Server-Ressourcen dynamisch zur Verfügung und ist für die Aufbewahrung und Archivierung filmischer Inhalte eine echte Alternative zur ständigen Aufrüstung der eigenen IT-Infrastruktur. Nicht zuletzt, weil je nach Angebot und Saison die Rechenkapazität stark schwanken kann. Eine interne IT müsste immer auf Spitzenlasten ausgelegt sein. Mit der Nutzung von Cloud-Diensten können Bedarfsspitzen schnell und günstig abgefedert werden.

Cloud Services sind auch im Medienbereich beliebt: Animationsstudios wie Dreamworks sind über mehrere Kontinente verteilt und eine nahtlose Verbindung zwischen den Büros wird nur über Cloud-Services möglich. 3doo, amerikanischer Anbieter eines 3D-Marktplatzes mit Niederlassung in Köln, setzt bei der Bereitstellung seiner 3D-Inhalte auf die skalierbare On-Demand-Infrastruktur InstaCompute sowie das Content Delivery Network (CDN) von Tata Communications.

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