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9. EMC Forum in Frankfurt Cloud Computing – wie steinig wird der Weg?

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Nico Litzel

Der Begriff Cloud Computing ist in aller Munde, auch wenn er für den einen nur „die clevere Vermarktung von Überkapazitäten“ bedeutet, für einen anderen aber „die natürliche Entwicklung“ darstellt. EMC, mit seinen Töchtern RSA und vor allem VMware, glaubt sich im Zentrum der IT-Wolke und stellte deshalb sein in Frankfurt abgehaltenes Forum unter dieses Motto.

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„Bei Bedarf können Ressourcen von außen zugekauft werden“, erklärt Michael Hammerstein, Geschäftsführer der EMC Deutschland GmbH, die Vorteile einer Private Cloud. „Deshalb wird die Infrastruktur bezahlbar.“
„Bei Bedarf können Ressourcen von außen zugekauft werden“, erklärt Michael Hammerstein, Geschäftsführer der EMC Deutschland GmbH, die Vorteile einer Private Cloud. „Deshalb wird die Infrastruktur bezahlbar.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Der deutsche EMC-Chef Michael Hammerstein freute sich über die rund 1.400 Anmeldungen zur Hausmesse „EMC-Forum“, die zum neunten Mal veranstaltet wurde. Er skizzierte noch einmal die Vorteile einer Private Cloud, etwa, dass sich mit der Virtualisierung der Rechenzentren Kosten sparen ließen, weil man mit einer Minimalkonfiguration auskomme. „Bei Bedarf können Ressourcen von außen zugekauft werden“, so der Firmenchef und deshalb „wird die Infrastruktur bezahlbar“. Neben dem Einsparpotenzial erreiche man mehr Flexibilität und – so mancher CIO im Publikum wird es sicherlich gerne hören – „die IT-Abteilung gilt als innovativ“.

Die Realisierung einer Private Cloud ist aber nicht so einfach zu bewerkstelligen und die Innovation muss tatsächlich errungen werden. EMC übernimmt auch das für seine Kunden und bietet fertig konfigurierte Wolken an – die „Vblocks“. Sie wurden zusammen mit VMware und dem Branchenkrösus Cisco entwickelt und sind in drei Größen zu haben.

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Private Cloud aus der Box

„Das machen wir wie bei T-Shirts, die es in small, medium und large gibt“, beschreibt Patrick Gelsinger, President and Chief Operating Officer der EMC Corp., das Angebot aus Hard- und Software inklusive Netztechnik. Gelsinger kam vor einem Jahr zu EMC, nachdem er zuvor 30 Jahre bei Intel tätig war und dort unter anderem den 486-Prozessor entwickelt und das Intel Developer Forum aus der Taufe gehoben hatte.

Der neue EMC-Manager wird schon jetzt „Mr. Cloud“ genannt, weil er sich der Verfechtung der neuen Sichtweise in der IT-Landschaft verschrieben hat. In seiner Keynote beschrieb er die Vorteile konventioneller Rechenzentren („trusted, controlled, reliable, secure“), die er mit den Vorzügen der Cloud („dynamic, cost-efficient, on-demand, flexible“) mischen will. Ziel ist die IT-as-a-Service. Gelsinger schwebt vor, dass die IT einmal wie ein Geschäft betrieben werden kann („run IT as a business“).

Die ersten Schritte

Bis dahin ist es für die meisten Unternehmen noch ein weiter Weg. Zunächst müssen dort Standards her, möglichst überall: bei Hardware, Middleware und Applikationen. „Eine hohe Standardisierung ist Pflicht für die Cloud, auch wenn das niemand will“, beschreiben Vertreter von Serviceanbietern wie Ralf Jahnke, Geschäftsführer von Accenture, die ersten Schritte auf dem Weg zur Cloud.

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