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9. EMC Forum in Frankfurt

Cloud Computing – wie steinig wird der Weg?

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Sofortiger Effizienzgewinn

Wenn sich die Vielfalt zugunsten von Standards endlich verabschiedet hat, stelle sich aber sofort ein Effizienzgewinn ein. Zudem kämen Unternehmen ohnehin nicht darum herum zu standardisieren – aus Kostengründen.

Erst nach dieser Kärrnerarbeit steht die Virtualisierung ins Haus. Allein durch den Einsatz der Rechnervirtualisierung mit VMware sollen sich Einsparpotenziale von 30 Prozent und mehr realisieren lassen. Aber auch andere Vorteile zeigen sich, etwa die schnelle Bereitstellung von Kapazitäten für eine Testumgebung.

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Ohne Sicherheit läuft nichts

Weil nicht nur EMC weiß, dass die Verlagerung von Firmendaten in ominöse Wolken erstens sofortiges Unbehagen bei Verantwortlichen hervorruft und oft auch aus rechtlichen Gründen nicht so ohne Weiteres umzusetzen ist, deshalb spielt die Sicherheit beim Cloud Computing eine, wenn nicht sogar die zentrale Rolle.

EMC bot für das Forum Tom Heiser auf, Chief Operating Officer der übernommenen RSA, der bei den anwesenden IT-Verantwortlichen für Vertrauen in die Cloud werben wollte. Ziel sei es, eine „Chain of Trust“ aufzubauen, hatte schon Top-Manager Gelsinger beteuert. Noch in diesem Jahr soll mit „RSA Archer“ ein einfach zu bedienendes Dashboard auf den Markt kommen, das den Sicherheits- und Compliance-Status einer VMware-Umgebung „lückenlos anzeigt“. Da sich in die Instrumententafel auch die „enVision“-Plattform von RSA einbinden lässt, soll sich ein Überblick auf Sicherheitsereignisse im ganzen Unternehmen darstellen lassen.

Auch die Verwaltung einer Cloud-Umgebung gilt es zu regeln. Dazu bietet EMC „Ionix Unified Infrastructure Manager“ (UIM) in der Version 2.0 an, mit dem sich bis zu 60 Aufgaben zentral und vollautomatisch erledigen lassen, vorzugsweise bei den hauseigenen Vblocks.

Noch wenige praktische Beispiele

Was nun die praktische Umsetzung des Cloud-Gedankens angeht, steckt die Branche noch in den Kinderschuhen. Genannt wurden Pilotprojekte, vorzugsweise im Ausland, etwa ein Gepäckfrachtsystem in den USA, das von Colt in die Cloud gehoben wurde und ein Kreditkartenverarbeiter, der sich RSA anvertraute. EMC will bis Mitte 2011 selbst zum Cloud-Unternehmen geworden sein und dann als Referenzunternehmen dienen.

Ob sich die Tucci-Company dabei auf die in Kooperation mit VMware und Cisco fabrizierten Vblocks stützen wird, war nicht zu erfahren. Das Trio der „Virtual Computing Enviroment“ (VCE) hat zur Vermarktung der Fertiglösungen das Unternehmen „Acadia“ gegründet, das vom IT-Veteran und ehemaligen Compaq-Chef Michael Capellas geleitet wird. Von Acadia war in Frankfurt allerdings nichts zu hören oder zu sehen. Bei uns bieten bisher MTI und Computacenter die Vblocks an.

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