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Datenklassifizierung Cloud Storage – Wolkenbildung als strukturelle Aufgabe

Autor / Redakteur: Dr. Rainer Pollak, Dataglobal / Nico Litzel

Die Klassifizierung von Daten ist Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz von Storage-as-a-Service-Lösungen.

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Ablauf der Datenklassifizierung
Ablauf der Datenklassifizierung
( Archiv: Vogel Business Media )

Stetig wachsende digitale Datenmengen sowie gesetzlich und branchenspezifisch verankerte Vorgaben zu deren Aufbewahrung machen das Thema Massenspeicher zu einer Daueraufgabe der IT-Abteilungen. Daher ist es nur logisch, dass technologische Entwicklungen wie Cloud Storage, die die Speicherung von Daten zu einer frei buchbaren Dienstleistung (Storage-as-a-Service, StaaS) machen und neben der Lösung von Kapazitätsproblemen auch Kostenvorteile versprechen, als Alternative zur traditionellen Inhouse-Speicherung von Daten gesehen werden. Und Cloud Storage hat das Potenzial, die Art und Weise grundlegend zu ändern, wie Unternehmen mit ihren Daten umgehen.

Schon heute bieten sich für viele Unternehmen aufgrund der Verfügbarkeits- und Preisvorteile interessante Varianten von sogenannten Hybrid Clouds an, also von Storage-Konzepten, die sowohl auf Private Clouds als auch auf Public Clouds setzen – Lösungen, die sich technologisch kaum, sondern nur im Betriebskonzept unterscheiden. So haben sich laut einer aktuellen IDC-Studie rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen bereits mit der Alternative Storage-as-a-Service auseinandergesetzt. Zwar weist diese Umfrage bislang lediglich zwölf Prozent an Firmen aus, die StaaS tatsächlich einsetzen, jeweils knapp ein Viertel der Befragten evaluieren aber derzeit eine derartige Lösung oder sind bereits mit der Einführung beschäftigt.

Wie bei den meisten Neuerungen im IT-Bereich ist die Diskussion um den Einsatz von Cloud-Services allerdings vor allem technologisch geprägt. Speziell Unternehmen, die sich derzeit mit dem potenziellen Einsatz einer Storage-Lösung auf StaaS-Basis auseinandersetzen, vernachlässigen häufig, eine wesentliche Frage für sich zu beantworten: Welche Daten kann und möchte ich eigentlich in der Cloud speichern beziehungsweise archivieren?

Nicht das Wie, sondern das Was entscheidet

Speziell für mittelständische Unternehmen mit ihren überschaubaren personellen und finanziellen Ressourcen ist die Cloud-Storage-Technologie interessant. Denn Unternehmen dieser Größe haben einerseits meist nicht die Datenmengen, die Investitionen in relativ kostspielige und hochverfügbare Speicher- und Archivumgebungen und den mit einer internen Lösung verbundenen personellen Aufwand rechtfertigen würden. Andererseits decken sich die technologischen und rechtlichen Anforderungen – etwa bei vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen oder den Gesetzen zur Datensicherheit – weitgehend mit denen großer Konzerne.

Bei der Datenspeicherung in der Cloud wird der technologische Part ganz im Sinne einer Entlastung des Unternehmens weitestgehend dem Servicepartner übertragen. Ob aber Cloud Storages künftig einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, die allgegenwärtige Aufgabe der zuverlässigen, gesetzeskonformen und anwenderfreundlichen Datenspeicherung und -archivierung zu lösen, wird über die Antwort auf die Frage entschieden, welche Daten in welcher Form der Cloud gespeichert werden sollen. Entsprechend kommt den Werkzeugen, die bei der schnellen, einfachen und kosteneffizienten Klassifizierung von Daten eingesetzt werden können, eine maßgebliche Bedeutung zu. Letztlich entscheidet diese Klassifizierung, ob das Projekt „Cloud“ für ein Unternehmen zum Erfolg wird.

Weiter mit: IT-Abteilungen erkennen oft nicht den Wert der Daten

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