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Computer Forensics | Computerforensik | Cyberforensik

| Redakteur: Gerald Viola

Die Computerforensik, auch Cyberforensik genannt, ist die Anwendung von computerisierten Untersuchungs- und Analysetechniken, um Beweise zu sammeln, die als Beweise vor Gericht dienen

Die Computerforensik, auch Cyberforensik genannt, ist die Anwendung von computerisierten Untersuchungs- und Analysetechniken, um Beweise zu sammeln, die als Beweise vor Gericht dienen können. Das Ziel der Computerforensik ist es, eine strukturierte Untersuchung durchzuführen und dabei die Beweiskette zu dokumentieren, um herauszubekommen, genau was mit dem Computer passiert ist und wer dafür verantwortlich war.

Forensikexperten halten sich in der Regel an Standardprozeduren: Nachdem der zu untersuchende Computer physikalisch isoliert wurde, um sicher zu gehen, dass er nicht versehentlich kontaminiert werden kann, erstellt der Forensiker eine digital Kopie der Festplatte. Nachdem die Original-Festplatte kopiert wurde, wird sie in einen Tresor eingesperrt oder anderweit sicher aufbewahrt, um die Unversehrtheit der Daten zu gewährleisten. Untersucht wird ausschließlich die digitale Kopie.

Der Forensiker nutzt eine Vielfalt an Techniken und proprietären Forensik-Anwendungen, um die Kopie der Festplatte zu untersuchen, dabei werden versteckte Ordner und der nicht zugeordnete Festplatten nach Kopien gelöschter, verschlüsselter oder beschädigter Dateien durchkämmt. Alle Beweise, die auf der digitalen Kopie gefunden werden, werden sorgfältig in einem Untersuchungsbericht dokumentiert und mit dem Original verifiziert, als Vorbereitung auf die gerichtliche Beweisaufnahme, Aussage oder Verhandlung.

Die Computerforensik hat sich zu einem eigenständigen Bereich der Wissenschaft entwickelt mit entsprechenden Kursen und Zertifizierungen.

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