Suchen

Kommentar von Adrian Moir, Technical Director EMEA bei Bakbone Continuous Data Protection – nicht alle Lösungen sind gleich

| Autor / Redakteur: Adrian Moir / Nico Litzel

Adrian Moir, Technical Director EMEA bei Bakbone, kommentiert den Artikel von W. Curtis Preston „Kann Continuous Data Protection ein traditionelles Backup ersetzen“.

Firmen zum Thema

Adrian Moir, Technical Director EMEA bei Bakbone
Adrian Moir, Technical Director EMEA bei Bakbone
( Archiv: Vogel Business Media )

Continuous Data Protection ist eine intelligente Lösung zur Sicherung von Daten und zur Minimierung der Auswirkungen von Recovery-Vorgängen auf die Produktivität. Um festzustellen, ob CDP wirklich ein traditionelles Backup ersetzen kann, ist es wichtig zu verstehen, warum einige Unternehmen CDP-Technologien in Betracht ziehen – und einige vielleicht nicht.

Die erste Frage: Was sind die Daten dem Unternehmen wert? Der wichtigste Beweggrund für den Einsatz von CDP-Technologien ist der Bedarf an Business Continuity für bestimmte Daten. Sind die Daten erfolgskritisch, so macht es Sinn, sie mit einer Lösung zu sichern, die die RPO und RTO des Unternehmens unterstützt. Real-CDP-Lösungen bringen einen weiteren Vorteil mit sich. Da Byte-Änderungen in Echtzeit übertragen werden, kann Real-CDP die Probleme traditioneller Backup-Technologien zumindest teilweise beseitigen. Sie minimiert das Backup-Fenster, reduziert den mit traditionellen Methoden verbundenen Netzwerkverkehr und verringert die Auswirkungen auf die Geschäftsapplikation, die gerade gesichert wird.

Sollte die CDP-Technologie auch noch „applikationsbewusst“ sein, dann kann sie intelligente „Entscheidungen“ darüber treffen, wie die Daten gesichert und wiederhergestellt werden. Um die Daten wiederherzustellen, müsste der Anwender den richtigen Punkt der CDP-Sicherung identifizieren, darauf warten, dass die Daten auf den Applikationsserver zurück kopiert werden und dann die Applikation neu starten. Je mehr Daten in Spiel sind und je langsamer das Netzwerk, umso länger dauert der Recovery-Vorgang. Wenn die Applikation und die Dateien zu ineinandergreifend sind, wird die Identifizierung eines konsistenten Recovery-Punktes erschwert.

So gesehen würde die beste Lösung darin bestehen, einen einheitlichen Datensatz direkt an die Applikation oder an einen physikalischen oder virtuellen Standby-Server zurückzuschieben. Zum Glück gibt es mittlerweile einige Technologien auf dem Markt, die diesen Prozess beschleunigen – darunter die Virtual On-Demand Recovery (VODR) Technologie in Bakbones Netvault: Fastrecover. Die Applikation bekommt einen Umriss der wiederhergestellten Daten. Damit kann sie wieder gestartet werden, auch wenn die Daten noch nicht vollständig wiederhergestellt wurden. Ein paralleler Software-Agent hält Ausschau nach Datenanfragen und setzt gegebenenfalls neue Restore-Prioritäten – im Prinzip fließen die Daten gemäß dem aktuellen Bedarf zurück. Obwohl es immer noch etwas dauert, bis die Applikation vollständig wiederhergestellt wird, können Anwender trotzdem ab sofort wieder damit arbeiten.

Lassen sich Daten der zentralen Geschäftsanwendung gemäß der RTO und RPO wieder bereitstellen, so ist es ein überzeugendes Argument CDP-Technologien als Alternative und Ergänzung für traditionelle Backup-Lösungen in Erwägung zu ziehen. Dazu kommt die Möglichkeit, die Daten an einen zweiten Standort zu replizieren. Anwender können somit ein zuverlässiges, robustes Recovery-Modell aufbauen, das auch als Bestandteil einer Disaster-Recovery-Strategie dienen kann.

(ID:2046236)