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Hochleistungsspeicher und Supercomputer Cray präsentiert Lustre-Speichersystem Sonexion 3000

| Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Cray bringt mit dem Hochleistungsspeichersystem Cray Sonexion 3000 eine Lösung auf den Markt, die mit hohen Rechenleistungen mithalten kann. Der mit dem parallelen, verteilten Dateisystem Lustre arbeitende Storage soll skalierbarer sein und eine höhere Leistung bieten. Des Weiteren rüstete der Hersteller seine Supercomputer XC-Serie auf.

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"Cori" so der Name des Supercomputers des National Energy Research Scientific Computing Center, der auf Cray-Technik aufbaut.
"Cori" so der Name des Supercomputers des National Energy Research Scientific Computing Center, der auf Cray-Technik aufbaut.
(Bild: NERSC)

Das neue Cray Sonexion 3000 Lustre-Speichersystem lässt sich horizontal um skalierbare Storage-Units (SSUs) erweitern, sobald mehr Performance oder Kapazität gefragt ist. In einer leistungsoptimierten Konfiguration soll die erzielbare Übertragungsrate bei 112 GB/s pro Rackeinheit liegen. Laut Hersteller entspricht dies einem um 38 Prozent höheren Durchsatz, als er sich mit vergleichbaren Produkten erreichen lässt. In der maximalen Ausbaustufe soll ein einziges Dateisystem sogar 1,7 TB/s schaffen. Auch die Kapazität kann schrittweise ausgebaut werden - bis zu 3,4 Petabytes an Nutzkapazität pro Rack sind möglich.

Das Cray Sonexion 3000-System unterstützt InfiniBand (EDR, FDR) und 40/100 Gigabit-Ethernet sowie ein breites Spektrum an gängigen Linux-Distributionen. Die integrierte, vorkonfigurierte und umfassend getestete Lösung soll sich einfach installieren und betreiben lassen. Die gegenüber konventionellen Servern und SAN-basierten Lustre-Angeboten geringere Anzahl an verbauten Komponenten bietet den Vorteil, dass der Speicher weniger Rechenzentrumsfläche beansprucht und Strom verbraucht. Ebenso soll dadurch der Verwaltungsaufwand sinken. In Folge dessen fallen die Gesamtbetriebskosten gemäß Cray um bis zu 25 Prozent geringer aus.

XC-Serie: Doppelt soviel Rechenleistung

Cray verbaut in der Supercomputer XC-Serie ab sofort die neuesten bisher unter dem Codenamen "Knights Landing" bekannten Intel-Chips der Xeon Phi-Prozessorfamilie. Dadurch soll sich in der Spitze mehr als ein halbes Petaflop pro Schaltschrank erreichen lassen. Gegenüber früheren Generationen entspricht dies einer glatten Verdopplung der Rechenleistung.

Der Cray XC ist ein adaptives Supercomputing-System, das in ein und derselben Architektur verschiedene Datenverarbeitungs- und Speichertechnologien unterstützt. Das integrierte Software-Ökosystem nutzt zudem die enorme Expertise von Cray in Many- und Multi-Core-Umgebungen.

Mit dem aktuellen Intel Xeon Phi-Prozessor können XC-Anwender laut Cray die Vorteile der Cray-Programmierumgebung nutzen. Der Software-Stack umfasse zudem zahlreiche Verbesserungen, mit denen sie Code-Optimierungen vornehmen und den in den Intel Xeon Phi-Prozessor integrierten Speicher mit hoher Bandbreite effektiv ausnutzen könnten.

Enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern

"Für viele Kunden sind die Intel Xeon Phi-Prozessoren und das parallele Dateisystem Lustre der Dreh- und Angelpunkt ihrer Supercomputing-Infrastruktur", sagt Ryan Waite, Senior Vice President Products bei Cray. Gemeinsam mit Intel stelle Cray sicher, dass die Produkte auf Grundlage der Intel Xeon Phi-Familie auch den höchsten Performance-Ansprüchen gerecht werden, während die Partnerschaft mit Seagate dazu beitrage, dass Lustre neue Leistungs- und Stabilitätshöhen erklimme.

Rechenzentrumbetreiber setzen auf Cray

Als einer der Anbieter von Supercomputern, die mit dem neuen Intel Xeon Phi-Prozessor ausgestattet sind, hat Cray bereits eine Reihe von Großaufträgen renommierter Rechenzentren in seinen Büchern stehen. Neben dem „Cori“-System für das National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) des US-Energieministeriums DOE zählen hierzu das „Trinity“-System der National Nuclear Security Administration und das „Theta“-System, das in der Argonne Leadership Computing Facility des DOE im Argonne National Laboratory seinen Dienst verrichtet.

Cray löst Big-Data- und Analyseaufgaben

Nik Rouda, Senior Analyst bei der Enterprise Strategy Group, äußert sich zu den vorgestellten Neuerung positiv: "Heutzutage benötigen viele Unternehmen ein Höchstmaß an Wissen und Erfahrung, um skalierbare parallele Anwendungen zu entwickeln, die das Potenzial von hochleistungsfähigen, horizontal skalierbaren Speicher- und Datenverarbeitungsressourcen in der Praxis ausschöpfen können. Cray weiß das und bietet den Unternehmen deshalb Supercomputer-Technologie zur Lösung ihrer Big-Data- und Analyseaufgaben an."

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider