„Project Anqa“ gestartet

CyArk digitalisiert Kulturerbe im Mittleren Osten

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

CyArk will das Weltkulturerbe digital erhalten.
CyArk will das Weltkulturerbe digital erhalten. (Bild: CyArk)

Die Non-Profit-Organisation (NGO) CyArk digitalisiert Weltkulturerbestätten, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Das neue „Project Anqa“ soll sich mehreren Dutzend gefährdeten, kulturell wertvollen Orten in Syrien, dem Irak und dem Mittleren Osten annehmen.

„Das geliebte Erbe der Wiege der Zivilisation ist bedroht, wie die Zerstörung der Sehenswürdigkeiten in Palmyra und Mosul gezeigt hat“, warnt Ben Kacyra, President und Mitgründer von CyArk. Die Organisation wird gemeinsam mit ICOMOS, einer auf den Schutz und die Bewahrung von kulturellen Stätten spezialisierten NGO, die Dokumentation des Kulturerbes vorantreiben. Dabei kommen aktuelle Technologien wie beispielsweise Photogrammetrie, 3D-Laserscans und traditionelle Vermessungen zum Einsatz. Im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin zeigte CyArk erste Scans des Ziggurats von Ur im Irak.

Digitale Erhaltung

Dort verkündete CyArk auch weitere Kulturerbestätten, die im Rahmen der „CyArk 500 Challenge“ dokumentiert werden. Die Challenge sieht vor, innerhalb von fünf Jahren 500 Weltkulturerbestätten digital zu erhalten. Derzeit sind rund 20 Prozent der Scans abgeschlossen. Kürzlich vervollständigte Projekte umfassen das Brandenburger Tor in Berlin, das historische Korinth in Griechenland sowie das bereits erwähnte Ziggurat von Ur. Die gesammelten Daten dienen als exakte Blaupausen, die einen Wiederaufbau oder die Reparatur ermöglichen.

Hohe Speicheranforderungen

Derartige Projekte sind extrem speicherintensiv, pro Stätte fallen rund 10.000 Gigabyte an Daten an. Aus diesem Grund hat CyArk seine Storage-Infrastruktur erweitert und kooperiert mit führenden Unternehmen aus der Branche. So stellt Seagate beispielsweise Enterprise-Storage-Laufwerke, NAS-Systeme und widerstandsfähige mobile Festplatten bereit. Iron Mountain sorgt für den Schutz der gesammelten Daten. Die Informationen werden unter anderem in einer Hochsicherheitseinrichtung aufbewahrt, die sich über 70 Meter tief in einer ehemaligen Kalksteinmine in den USA befindet.

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