Storage-Trends 2019

Das Datenwachstum beherrscht weiterhin das Geschehen

| Autor / Redakteur: Florian Malecki / Tina Billo

StorageCraft wirft einen Blick auf die Entwicklungen, die den Speichermarkt 2019 voraussichtlich umtreiben werden.
StorageCraft wirft einen Blick auf die Entwicklungen, die den Speichermarkt 2019 voraussichtlich umtreiben werden. (Bild: gemeinfrei - Gerd Altmann / Pixabay / CC0)

Das die Menge an Daten auch im kommenden Jahr ungebrochen stark zunimmt steht außer Frage. Insofern stehen auch 2019 Technologien, Lösungen und Konzepte hoch im Kurs, mit denen sich diese bewältigen lassen. StorageCraft wirft einen Blick auf die Entwicklungen, die sich daraus voraussichtlich ergeben.

Neue Technologien und wirtschaftliche Interessen verändern die IT und damit auch die Anforderungen an die Datenspeicherung und -sicherheit. Für das kommende Jahr lassen sich schon heute vier grundlegende Trends identifizieren.

Beginn der Petabyte-Ära

Früher war die Verwaltung von Petabyte an Daten eine Herausforderung, der sich nur große Unternehmen stellen mussten. Doch infolge der beständig ansteigenden Datenmenge - IDC spricht von einer Verzehnfachung - bricht das Petabyte-Zeitalter jetzt auch für mittelständische Unternehmen an. In der Regel sind ihre IT-Architektur jedoch nicht darauf ausgelegt und deren Umstellung kostet Zeit und Geld. Allerdings ist die Personaldecke und das Budget von KMUs im Gegensatz zu großen Firmen oder Konzernen häufig dünner.

Dies führt dazu, dass die Nachfrage nach Lösungen zunimmt, mit denen sich eine einheitliche jedoch kostengünstig skalierbare Umgebung für das Management und den Schutz von Daten einführen lässt. Die Vorteile liegen auf der Hand. So wird die Komplexität des Betriebs eliminiert und die kostspielige Bereitstellung von Zusatzspeicher gehört der Vergangenheit an. Wiederkehrende Abläufe lassen sich zudem automatisieren ("Set and Forget") und dadurch RTO- und RPO-Ziele optimieren.

Schluss mit Silostrukturen

Aufgrund der explosionsartigen Geschwindigkeit des Datenwachstums wird der derzeitige Ansatz von fragmentierter Datenspeicherung, -verwaltung, sowie von Datenschutz künftig unhaltbar sein. Die Zersplitterung der IT mit einer Vielzahl einzelner Lösungen hat zu Silos, Komplexität, Schwachstellen und zu letztlich unkontrollierbaren Speicherkosten geführt. Diese Datensilos aber müssen zusammengeführt werden, weil andernfalls die IT-Infrastrukturen unter der Last ihrer eigenen Daten zusammenbrechen werden.

Während sich der Markt bereits in Richtung konvergenter Datenmanagement- und Schutzlösungen bewegt, verschieben sich nun auch die Konvergenzkriterien. Im Gegensatz zu Legacy-Ansätzen, die lediglich sekundäre und Backup-Umgebungen zusammenführen, wird jetzt die gesamte Datenumgebung einschließlich primärer, sekundärer, on-premise, off-premise, privater und öffentlicher Cloud sowie Datenmanagement und -schutz vereinheitlicht.

Da mehrere Technologie-Stacks zu einer einheitlichen Infrastruktur zusammengeführt werden, können Unternehmen enorme Mehrwerte erzielen. Datenkonformität, digitale Transformation und Geschäftsagilität werden viel einfacher zu erreichen sein. Darüber hinaus wird die Verlagerung intelligenter Analysen in eine vollständig konvergierte Datenumgebung die Vorhersage von Schwachstellen erlauben und damit Ausfallzeiten reduzieren.

Das hybride Cloud-Modell setzt sich durch

Die Analysten von IDC schätzen, dass 40 Prozent der Unternehmen aus Kosten-, Leistungs- und Kontinuitätsgründen bereits verschiedene Workloads und Daten aus der Cloud auf On-Premise-Lösungen verschoben haben. Aber anstatt bei der "Cloudifizierung" der Dateninfrastrukturen eine Pause einzulegen, erkennen die Firmen den Nutzen einer hybriden Cloud-Strategie: So ermöglicht etwa das erweiterte Datenmanagement ein intelligentes Push und Pull von Workloads in die Cloud und aus der Cloud heraus.

Der intelligente, hybride Einsatz öffentlicher und privater Cloud-Dienste wird für beispiellose Kosten-, Größen-, Datenmanagement- und Datenschutzvorteile sowie vollständige Business Continuity sorgen. Dabei wird die Public Cloud die Kostenvorteile und das Volumen bieten, das Unternehmen benötigen, um in zunehmend virtuellen Umgebungen zu arbeiten, etwa mit Microsoft Office 365. Gleichzeitig schützen private Cloud-Dienste geschäftskritische Daten und Anwendungen und können im Notfall eine vollständige Business Continuity gewährleisten.

Wachstumspotenzial für den Channel

Um diese Zukunftsmusik Wirklichkeit werden zu lassen, werden sich die Unternehmen an ihre IT-Partner wenden, damit diese ihnen beim Aufbau konvergenter Datenmanagement- und Schutzinfrastrukturen helfen. Ziel ist es, problemlos zu skalieren und zwischen Cloud, On- und Off-Premise wechseln zu können, Schwachstellen aufzudecken und im Notfall eine sofortige Wiederherstellung zu gewährleisten.

Mit dieser, sich weiterentwickelnden Kunden-Charta, geht der Trend weg von traditionellen Channel-Labels wie MSPs und VARs. Das Business-Continuity-Geschäft, mit einem Volumen von mehr als 15 Milliarden US-Dollar, stellt für Vertriebsorganisationen ein enormes Wachstumspotenzial für das Jahr 2019 dar. Es eröffnet Möglichkeiten für die Erschließung neuer Märkte, die Erweiterung des Angebots für Bestandskunden und damit die Möglichkeit, wichtige wiederkehrende Umsatzströme durch Cloud-Dienste zu steigern.

Der Autor: Florian Malecki ist EMEA Director und Product Evangelist bei StorageCraft.
Der Autor: Florian Malecki ist EMEA Director und Product Evangelist bei StorageCraft. (Bild: StorageCraft)

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