Mit einem Speicherkonzept allen Bedarfsfällen gerecht werden, Teil 2

Das Einsparpotenzial von Unified Storage ist nicht zu übersehen

28.06.2011 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Rainer Graefen

Die Hardware ändert sich, die Software-Plattform wird erweitert.
Die Hardware ändert sich, die Software-Plattform wird erweitert.

Durch Einsatz von Software hat NetApp die ersten Netzwerkspeicher an die Entwicklungsgeschwindigkeit des Marktes adaptiert. Auf derselben Grundlage entwickelt der Hersteller nun seine Speichersysteme für Cloud Storage.

Der Gedanke, eine alle Anforderungen und Geräte umfassende Architektur zu entwickeln, reicht bei der 1992 gegründeten NetApp bis ins Jahr 2002 zurück. Damals stand man recht einsam auf weiter Flur, heute ist das anders.

„Viele Kunden haben mittlerweile den von uns vorgezeichneten Weg eingeschlagen“, so Bild, Solutions Marketing Manager bei NetApp, wobei die Wirtschaftskrise ein wenig nachgeholfen hat. Die Kunden haben das große Einsparpotenzial von Unified Storage erkannt, ist man bei NetApp überzeugt.

Der Block mit den Files

Heute zählt, im Gegensatz zur Dotcom Blase, wo sich alles glänzend verkaufte, vor allem Wirtschaftlichkeit. Die Umsetzung ist allerdings recht unterschiedlich. Unified Storage ist für NetApp mehr als nur die Fähigkeit, mit allen Protokollen umzugehen, sondern ein Konzept.

Damit will man sich von jenen Marktteilnehmern absetzen, die ein Sammelsurium von teilweise zugekauften Technologien mit unterschiedlichen Nutzeroberflächen (GUIs) und Betriebssystemen anbieten, in dem letztlich nichts aus einem Guss ist, sondern Zusatzprodukte die eigentlich nicht unterstützten Protokolle einbinden.

Nur natives Unified Storage, so glaubt man bei NetApp, bietet die volle Performance. Nur so können verschiedenen Protokolle auf demselben Speichersystem gleichzeitig mit Block- und File-basierten Daten betrieben werden.

FC über Ethernet

NetApp zeichnet dabei eine lange Erfahrung aus. Seit 16 Jahren verkauft man Ethernet-basierten Speicher und sieht sich als Führer bei NAS und iSCSI-Protokollen. 2009 realisierte NetApp als erster im Markt über das eigene Dateisystem WAFL (Write Anywhere File Layout) den Zugriff auf Fibre Channel über Ethernet – durch Hinzufügen eines Treibers.

Doch wie sieht es nun mit der Datensicherheit aus, wie verhindert man Dateilöschung am System vorbei, in einem heterogenen Speichernetzwerk, in dem block- und filebasierte Speichersysteme aufeinandertreffen.

NetApp vertraut hierbei auf voll und ganz auf sein patentiertes Filesystem WAFL. Es verhindert, dass Speicherblöcke versehentlich von Applikationen am Filesystem vorbei gelöscht werden.

WAFL als Verteilerbasis

„WAFL ist Kernbestandteil der NetApp-Technologie“, so Bild, „es ist eingebettet in unser Betriebssystem Data Ontap, das inzwischen in der Version 8 vorliegt.“ WAFL verhindert zuverlässig Datenkorruption und Zugriffskollisionen.

Das Filesystem kann Block- und File- basierte Daten auf ein und demselben System sicher handhaben. „Der Anwender merkt von alledem nichts, die Vorgänge laufen transparent ab“, so Bild, „das Filesystem sortiert die Blöcke und schreibt sie dann später in einem Schwung auf die Festplatten weg.“

Vor allem bei hohen I/O-Belastungen sorgt WAFL für eine bedarfsgerechte Lastverteilung. Dabei steht den Applikationen stets die volle I/O-Kapazität aller angeschlossenen Harddisks zur Verfügung.

Wichtig ist dies bei Datenbanken, die verhältnismäßig geringe Datenmengen schreiben und lesen, aber einen enorm großen I/O-Bedarf haben. Ohne die Potenz von 50 oder 100 Spindeln im Hintergrund würde ihre Performance sofort spürbar einbrechen. Das Management der Datenströme übernimmt WAFL bzw. ONTAP im Hintergrund.

Beschreibbare Clones

Bei Snapshots setzt NetApp auf seine Performance-neutrale Technik. Eine Besonderheit von NetApp sind auch die beschreibbaren Clones. „Das ist zum Beispiel gut für die SAP-Entwicklung, wo größere Teams von Entwicklern zusammenarbeiten“, sagt Herbert Bild.

Diese benötigen Kopien der Produktivdaten, um an den realitätsnahen Daten experimentieren zu können. Für sie bedeuten beschreibbare Clones eine enorme Zeitersparnis, weil die Kopien nicht zeitaufwendig physikalisch erzeugt werden, sondern logisch.“

NetApp versteht sich als „all inclusive“ Anbieter. Hard- und Software plus Schulung aus einer Hand. „Wir bieten das rundum sorglos Paket“, so Bild. Software alleine wird nicht verkauft.

NetApp startet beim Motherboard und endet bei der GUI, wobei die Software im Mittelpunkt steht. Das schlägt sich auch im Management nieder. „NetApp wird als Software Kompanie geführt, nicht als Hardware Company“, erläutert Bild, „circa 90 bis 95 Prozent unseres Knowledges ist Software, in der Hardware stecken nur 5 bis 10 Prozent.“

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