Mit All-Flash-Storage die Kommunikation von Patientendaten beschleunigen

Das Gesundheitswesen braucht mehr Bewegung

| Autor / Redakteur: Abdulkadir Topallar, Director DACH & Türkei bei Violin Memory / Rainer Graefen

(Violin)

Die klassische Arztpraxis ist im Niedergang begriffen, stattdessen schließen sich Krankenhäuser und Fachärzte zu Medizinischen Versorgungszentren zusammen. Das funktioniert allerdings nur mit einem guten Speichersystem.

Dieser Zusammenschluss von Ärzten verschiedener Fachrichtungen soll die Behandlung der Patienten effizienter machen. Der Zusammenschluss in MVZs hat jedoch Konsequenzen im Hinblick auf die Speicherung und den Austausch behandlungsrelevanter Patientendaten. Damit dieser Austausch reibungslos funktioniert, ist eine schnelle, verlässliche und leistungsstarke IT-Infrastruktur von Nöten.

Ätere Storage-Techniken wie Festplatten stoßen dabei schnell an ihre Grenzen, Flash Storage hingegen bietet einige unbestreitbare Vorteile, die vor allem im Gesundheitswesen eine tragende Rolle spielen können, und das nicht nur bei MVZs.

Direkter und schneller Zugriff auf Patientendaten

Die Zahl der Krankenhauspatienten in Deutschland lag 2013 bei knapp 19 Miollionen, Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig sank die Zahl der Krankenhäuser von 2411 (1991) auf 1980 (2014) . Immer mehr Patienten nutzen also immer weniger medizinische Einrichtungen, die entsprechend mehr leisten müssen.

Das bedeutet, Einrichtungen müssen intern schnell auf relevante Patientendaten zugreifen können. Dabei gibt es Phasen, in denen das System stärker gefordert ist (z. B. bei der Einlieferung eines neues Patienten oder eines Notfalls), gefolgt von Phasen, in denen kaum Zugriffe erfolgen.

Diese Leistungsspitzen bringen HDD-basierte Systeme mit hohen Latenzzeiten oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Flash Storage hingegen garantiert eine geringe Latenzzeit, eine hohe Belastbarkeit und eine hohe IOPS-Performance. So kann der Mediziner schnell auf die für die Untersuchung relevanten Daten zugreifen, egal ob das System gerade mehr oder weniger beansprucht wird.

Unkomplizierte und schnelle Datenübertragung

Heute werden alle relevanten Patientendaten direkt digital erhoben, egal ob es sich um Röntgenaufnahmen, Blutwerte, MRT-Scans, usw. handelt. In den Anfangszeiten der Digitalisierung wurden diese Informationen dann für die weitere interne Nutzung auf Datenträgern wie CDs oder DVDs gespeichert.

Bei Verlust oder Beschädigung des Mediums mussten die Daten erneut erhoben werden, was – gerade bei der Behandlung eines Kranken – wertvolle Zeit und Ressourcen kostete. Mittlerweile werden diese Daten direkt und zentral gespeichert.

Einrichtungen, die Flash Storage benutzen, benötigen keine manuell angefertigten Kopien der Daten, denn diese sind zentral und für jeden autorisierten Mitarbeiter schnell und unkompliziert abruf- und übertragbar. Auch die Übertragung an andere medizinische Dienstleister wie Krankenkassen oder weitere Kliniken geht durch die hohe Performance der All-Flash-Arrays schnell von statten und verringert somit die gesamte Behandlungszeit.

Home Monitoring zur Entlastung

Neben der Etablierung von MVZs gibt es einen weiteren Trend, der auf das wachsende Ungleichgewicht von Patienten und medizinischen Einrichtungen reagieren soll: Die Erhebung medizinisch relevanter Daten außerhalb eines Krankenhauses oder einer Praxis. Dieses Phänomen ist z.B. durch Langzeit-EKGs bereits jetzt Realität und die fortschreitende technische Entwicklung soll es ermöglichen, eine solche Fernüberwachung durch eine Datenübertragung in Echtzeit durchzuführen.

„Remote Healthcare Monitoring“ ist für viele Patienten die angenehmere Alternative zu einem Krankenhausaufenthalt und es bedeutet außerdem eine enorme Entlastung des Gesundheitssystems. Krankenhäuser haben mehr Betten zur Verfügung und eine geringere Anzahl an stationären Patienten verringert die Wartezeiten, z. B. in der Notaufnahme.

Damit eine solche Überwachung nicht zum Gesundheitsrisiko für den beobachteten Patienten wird, müssen die relevanten Daten schnell und zuverlässig übertragen werden. Auch der bereits erwähnte schnell Zugriff auf die relevanten Daten, beispielsweise durch den behandelnden Arzt, muss gewährleistet sein, damit das Fachpersonal schnell und effektiv reagieren kann, wenn sich der Zustand des Patienten plötzlich verschlechtern sollte. All-Flash-Arrays verfügen bei der Datenspeicherung und -übertragung über eine Performance, die eine solche Überwachung technisch möglich macht.

All-Flash – warum gerade jetzt?

Entgegen einer immer noch weit verbreiteten Meinung ist die Einführung einer reinen Flash-Storage-Lösung mittlerweile nicht mehr mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden. Laut einem aktuellen White Paper von IDC unterscheiden sich All-Flash-Arrays im Hinblick auf Gesamtbetriebskosten, Stromverbrauch, Platzbedarf, etc. preislich kaum noch von älteren Storage-Technologien wie HDD.

Dies liegt vor allem an den so genannten „secondary economic benefits“. Dieser Begriff bezeichnet Kosteneinsparungen, die sich durch die höhere Performance von All-Flash-Arrays und den dadurch entstehenden Möglichkeiten ergeben.

Das haben auch schon viele Unternehmen begriffen und ihre Systeme auf All-Flash umgestellt. Für diese Migration wurden 2014 insgesamt 11 Milliarden US-Dollar ausgegeben, Tendenz steigend. Die Vorteile der Technologie liegen klar auf der Hand. Die Migration verläuft einfach und unkompliziert und Flash kann problemlos in bereits bestehende Systeme integriert werden.

Viele Gesundheitsorganisationen in den USA und Großbritannien haben sich bereits für All-Flash-Arrays von Violin entschieden, um ihren Patienten eine optimale Versorgung zu garantieren, und auch moderne deutsche Einrichtungen, werden in Zukunft nicht an All-Flash-Lösungen vorbeikommen, wenn sie Patientendaten sicher, schnell und mit hoher Performance verwalten möchten.

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