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HP über das fehlende Glied der Virtualisierung – die Netzwerkstrukturen

Das Netz im Rechenzentrum wird virtuell und konvergent

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Adapter und Blades

Allerdings löst Flex Fabric den reinen Ethernet-Adapter ab. Jetzt kann jeweils der erste Kanal des Kommunikations-Interface von vier möglichen auch als Host Bus Adapter via Fibre-Channel genutzt werden. Das heißt: Ein Modul kann sowohl Ethernet, Fibre Channel als auch iSCSI bedienen oder: Ein Modul besitzt neben drei Ethernet-Anschlüssen bereits einen Speicheranschluss. Allerdings können alle vier Anschlüsse auch für die Netzwerkkommunikation bereit gestellt werden.

Durch die Converged Network Adapter (CNA; rechts im Bild) werden die ehemals getrennten NIC und HBA (links im Bild) zusammengeführt. Dies reduziert die Kommunikationsmodule und die Verkabelung, Bild HP (Archiv: Vogel Business Media)

Verfügbar ist das FlexFabric-Modul in der neuesten Generation der HP-Server-Blades (G7). Diese Blades verfügen über mindestens zwei FlexFabric-Ports. Ferner lassen sich die beiden Ports später um zwei weitere Mezzanine-Karten auf der Basis von QLogic erweitern. In Summe ist damit ein Server mit bis zu 3 Dual-Port-Interfaces, also 24 Ports, zu bestücken, wovon sechs wahlweise als Storage-Anschlüsse (HBA) dienen können.

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Laut HP ergeben sich folgende Vorteile für Virtual Connect Flex Fabric:

  • Vereinheitlichung der I/O-Anschlüsse auf einen: Statt HBA und NIC zu bestücken, wird nur noch eine universelle I/O-Karte, der Converged Network Adapter (CNA), benötigt. Bei den neuen Blade-Servern der Generation 7 ist diese Technik enthalten.
  • Zuweisung der I/O-Ports nach Bedarf und Kommunikationsinterface: Jeweils der erste Anschluss ist wahlfrei als NIC oder HBA zu betreiben. Dies schafft Flexibilität.
  • Flexible Anpassung der Bandbreite: Die maximale Bandbreite von 10 Gigabit pro Sekunde lässt sich in 100 MBit-Schritten auf die vier interne Ports verteilen.
  • Reduzierung der Kommunikationsmodule: Zum einen gelangt der Netzwerkverkehr, der zwischen Blades innerhalb des Enclosures auftritt, nicht nach außen und benötigt keine externe Netzwerktechnik. Zum anderen reduzieren sich aufgrund einer flexibleren Zuweisung der Bandbreite und der I/O-Anschlüsse die benötigten Kommunikationsmodule. Damit sinken die Anschaffungskosten.
  • Reduzierung der Verkabelung und der externen Netzwerk-Baugruppen, weil weniger Kommunikationsmodule notwendig sind. Werden weniger I/O-Ports benötigt, so gilt das in Folge auch für die Verbindungen zu den nachgeschalteten Netzwerkbaugruppen, wie den Core-Switches.
  • Boot von iSCSI-SAN und FC-SAN: Beim Boot von iSCSI oder FC-SAN werden die Server aus einem zentralen Speicher-Pool gestartet. Die Server benötigen dabei kein lokales Boot-Image. Das vereinfacht insbesondere Disaster-Recovery und Failover von IT-Diensten.

Es bleibt eine Menge für den Sparstrumpf

Durch die Zusammenfassung von ehemals getrennten Kommunikationstechniken und dem Bandbreiten-Management lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen. Der direkte Vergleich ergibt 95 Prozent weniger Netzwerkbaugruppen.

60 Prozent beträgt die Einsparung an Interconnect-Modulen und Adaptern. Infolge dieser Einsparungen sinken die Kosten für den Stromverbrauch und die Kühlung um 40 Prozent.

Mit HP Virtual Connect Flex Fabric findet die Verkabelung intern statt. Die Anzahl der Komponenten sinkt deutlich, wie der Vergleich mit einer traditionellen Rack-Infrastruktur, mit „Cisco Unified Computing“, „IBM Virtual Fabric for Blade Center“ zeigt. Bild: HP (Archiv: Vogel Business Media)

Die für diesen Vergleich verwendeten Systeme waren HP ProLiants der siebten Generation (G7) und traditionelle Server-Konfigurationen mit sechs Gigabit NIC und zwei HBA pro Blade. Dabei wurden 16 Blade-Systeme in eine Enclosure gepackt. Als Interconnect-Module dienten sechs Cisco 3120 Switches und zwei Cisco 9124 FC Switches.

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