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Der Brückenschlag zwischen LAN und SAN ist eine Bauruine

Das Netzwerkprotokoll Fibre Channel over Ethernet steht auf dem Abstellgleis

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Dies lohnt sich nach Meinung von Miniman jedoch nur dann, wenn über 200 Server in Betrieb sind. Bei kleineren Installationen erachtet er iSCSI als sinnvollere Lösung. Erschwerend kommt hinzu, dass nur eine kleine Zahl an Herstellern den FCoE-Markt beherrscht - unter ihnen Cisco, Brocade, Qlogic, oder HP.

Sie alle kochen hinsichtlich der Implementierung der verschiedenen Standards ihr eigenes proprietäres Süppchen. Bestrebungen gemeinsam an Features und Funktionen zu arbeiten sind nicht erkenntlich. Die daraus resultierende mangelnde Interoperabiltiät steht einer schnellen Verbreitung von FCoE ebenfalls entgegen.

Anwenderverhalten zögerlich

Vor diesem Hintergrund erstaunt es kaum, dass für die überwiegende Mehrheit an Unternehmen, die über Wechsel auf ein konvergentes Netz nachdenkt, FCoE nicht als Technologie erster Wahl gilt. Eine von Gartner unter IT-Verantwortlichen durchgeführte Befragung ergab, dass die Hälfte in dieser Beziehung bereits auf iSCSI oder NAS setzt, beziehungsweise plant. Nur 32 Prozent gaben an, FCoE in Erwägung zu ziehen. Eine Untersuchung von TheInfoPro unterstreicht zudem, dass die Akzeptanz rückläufig zu sein scheint.

Innerhalb von nur einem Jahr entwickelte sich die Zahl derjenigen, für die FCoE keinerlei Rolle spielt, von 49 auf 65 Prozent. Dies zeigt deutlich, dass letztlich die Anwender über das Schicksal der Technologie entscheiden. Sie von deren Mehrwert zu überzeugen, ist Sache der Hersteller. Diese tun sich jedoch noch schwer, klar zu machen, welche Vorteile der Schritt von bewährten, durchgängigen Fibre-Channel-Umgebungen auf FCoE in der Praxis bietet.

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